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Mittwoch, 3. Juni 2020

Wie man dem unseriösen Onlinehandel mit Tieren den Garaus machen kann


Viele Verbände machen sich gegen den Welpenhandel stark, der oft mit hoher, krimineller Energie betrieben wird und gegen alle Tierschutzregeln verstößt. Und das ist auch gut so.
Die Kleinanzeigen im Internet dienen als Plattform für diese Anzeigen, auf die Hundekäufer oft reinfallen. Aber nicht nur Hunde werden dort angeboten.

Mir als leidenschaftlicher Katzenfan fallen auch die zahlreichen Inserate für Katzen auf, die nicht nur von seriösen Tierschutzorganisationen und seriösen Katzenzüchtern genutzt werden. Und oft stehen mir die Haare zu Berge, wenn ich die Angebote sehe, wo angeblich reinrassige oder Mixkatzen schon mit 4 Wochen zum Kauf angeboten werden. 4 Wochen…. Da sind die Kitten noch nicht einmal entwöhnt, geschweige, dass sie stabil genug wären um ohne ihre Mutter zu leben.
Ich habe solche Inserenten schon oft angerufen und haarsträubende Diskussionen gehabt mit Leuten, die entweder keine Ahnung haben oder völlig gleichgültig sind.
Und ich meine, wir brauchen nicht nur eine Katzenschutzverordnung. Wir brauchen ein völlig neues Tierschutzgesetz.

Ich habe die Übertragung, die im Internet stattfand noch im Sinn, als die „Novelle“ des Tierschutzgesetzes 2014 verabschiedet werden sollte; ich höre die Vertreter von Union und FDP vom Vertrauen reden, das man den Menschen entgegen bringen müsse…
Ich meine, den Vertrauensvorschuss hat der Mensch nicht verdient. Und die, die ihn tagtäglich beweisen, haben kein Problem mit Kontrollen.

Was könnte man tun, um die Situation von Haustieren wirklich zu verbessern?
Zunächst brauchen wir die Pflicht Hund und Katze mit einem Transponderchip zu versehen und die Tiere auch bei TASSO e.V. anzumelden.
Dies sollte nicht dem Tierhalter überlassen werden, sondern der Züchter der auch der Tierarzt, den den Chip setzt, sollte das Tier melden. Online ist das kein Problem.
Jede Katze muss kastriert werden. Ausgenommen die, mit denen gezüchtet werden soll. Solch eine Zucht, egal ob Hauskatze oder Rassekatze, sollte vom niedergelassenen Tierarzt der Wahl einmal im Jahr begutachtet werden, damit die Zucht fortbestehen darf. Jede Zucht sollte nach §11 TSchG beim Amtsveterinär gemeldet sein, sollte aber nicht zwingend besucht werden müssen. Das gilt selbstverständlich auch für Hunde und jede andere Zucht von Heimtieren.
 Die Meldung dient nur der Zuchtnummer, die eine Zucht haben muss. Unabhängig von Hund- oder Katzenverein, die für Stammbaumvergabe zuständig sind und andere, rassespezifische Bestimmungen.
Die Zuchtnummer müsste zwingend bei jeder Kleinanzeige angegeben werden. Das heißt, Ohne eine solche Nummer darf keine Onlineplattform Anzeigen frei schalten, die ein Tier vermitteln oder verkaufen dürfen. Tierheime, Tierschutzvereine mit Pflegestellen und Züchter müssten eine solche Nummer vom Veterinäramt erhalten.

Das Hunde- und Katzenelend würde so stark bekämpft. Wenn auch die Hauskatze in Haushalten auf die Welt kommt, in der sie willkommen ist, gilt auch für sie, was für viele Rassekatzen schon heute gilt: Gesundheitsvorsorge, Abgabe erst mit 12/13 Wochen, besser 14-16 Wochen und vor allem, die Abgabe in gute Hände.

Jeder, der sein Tier aus irgendwelchen Gründen abgeben muss oder will, sollte dazu einen Verein um Vermittlungshilfe bitten müssen. Private Abgaben würden damit unmöglich, aber, um dem unseriösen Tierhandel den Garaus zu machen, bleibt einem nichts anderes übrig.
Auch bei Facebook, wo es mittlerweile viele Vermehrer und Züchter geschafft haben, das Handelsverbot mit Tieren zu umgehen, sollte strenger schauen müssen. Vermittlungshilfe dürfte nur noch Vereinen erlaubt sein, die eingetragen sind und die anerkannte Gemeinnützigkeit vorweisen können.

Damit der Mensch die Verantwortung begreift, die er mit einem Tier übernimmt, sollte JEDER, der sich ein oder mehrere Tiere aufnehmen will, beim Tierarzt einen Sachkundenachweis ablegen und sich durch Stempel und Unterschrift beurkunden lassen. Erst mit diesem Nachweis sollten Tierheime, Tierschutzorganisationen und auch Züchter ein Tier abgeben dürfen.
Dieser Sachkundenachweis ist spezifisch für die bestimmte Tierart angepasst.
Wer jetzt schreit, wer das alles bezahlen soll, dem sei gesagt, dass es wichtig ist klarzustellen, dass die Tierhaltung Geld kostet. Und nicht wenig. Allein die Ernährung mit gutem Futter (Discounter und Supermarktfutter zähle ich nicht dazu) ist kostenaufwendig und auch die jährlichen Untersuchungen beim Tierarzt kosten Geld. Wenn ein Tier einen Unfall hat oder schwer erkrankt, kann die allein die Diagnostik einen Haufen Geld kosten. Bei einer OP ist man bei einer Katze mit Nebenkosten schnell bei 1000 €, beim Hund ist es gleich viel mehr.
Die Tierhaltung ist zum Nulltarif nicht zu haben!
Der Sachkundenachweis ist wichtig, um das gewünschte Tier wirklich seinen Bedürfnissen angepasst zu halten.
Viele denken immer noch, die Katze ist ein Einzelgänger. Dabei trifft das nur für eine geringe Anzahl Katzen tatsächlich zu. Katzen sollten mindestens als Paar gehalten werden.
Wie viele Hunde kommen fast gar nicht vor die Tür! Werden zum einkaufen mitgenommen, vor dem Geschäft angebunden (ein No-Go für mich!) und dürfen mal eine Runde um den Block laufen.
Sie dürfen nie toben und spielen, sind fast nie von der Leine weg.
Das ist nicht artgerecht!
Den Sachkundenachweis brauchen wir auch für jede andere Tierart, egal ob Nager, Frettchen, Vogel oder Reptil.
Es gibt Stimmen, die verlangen nach einer Steuer, beispielsweise für streunende Katzen. Aber dem entgegne ich, dass eine Steuer im Umkehrschluss auch bedeuten muss, dass der Staat sich kümmert, was er nicht tut.
 Und eine empfindliche Geldstrafe wäre eine bessere Lektion, zumal die dem Tierschutz nutzen könnte. Außerdem würde es bedeuten, dass der Staat sich weigert, wenn solch ein Tierschutz im Gesetz stünde, wenn es bedeuten würde, das dem Staat mehr Aufgaben zu fielen, die wieder Geld und Personal kosten. Daher rate ich von solchem Ansinnen stark ab.
Dem Welpenhandel, dem unseriösen Katzenhandel könnte der Garaus gemacht werden.
Wenn man denn will!

Ich bin seit vielen Jahren aktiv im Tierschutz mit dem Schwerpunkt Katzen. Und natürlich auch bei Facebook, was sich nicht vermeiden lässt. Und ich kenne alle Tricks und Kniffe, die Vermehrer und unseriöse Tierhalter nutzen, um Tiere zu Geld zu machen

Donnerstag, 27. Februar 2020

Die Katze - Rasse oder nicht Rasse - oder "nur" eine Hauskatze?

Zugegeben, es regt mich schon lange auf. Immer wieder liest man das. Ohne Stammbaum keine Rasse. Stimmt das aber so?
Es wird in Diskussionen in Foren und Gruppen immer wieder auf eine Weise diskutiert, die mir die Nackenhaare sträuben lässt.
Oft hat man auch den Eindruck, dass das Defizit, die Menschen darüber aufzuklären, dass man Vermehrer von Katzen nicht unterstützen sollte, am Stammbaum festgemacht wird.
Dabei ist das ganze Thema viel komplexer.

Zunächst mal, die EHK, europäische Hauskatze gibt es nicht. Es gibt nur Hauskatzen. Und das trifft auf alle unsere Katzen zu. Sei es Perser, Norweger, Sibirer, Maine Coon oder Sphynx. Es sind alles Hauskatzen.

Unsere Hauskatzen stammen alle von der Falbkatze ab (Felis Silvestris lybica) der Afrikanischen Wildkatze. Sie hat einen erstaunlichen Siegeszug hinter sich. Es ist dokumentiert, dass die Katze sich bereits vor 9000 Jahren dem Menschen angeschlossen hat.
"Von der Falbkatze stammt die Hauskatze ab. Belegt ist eine Domestizierung ab 7500 v. Chr. auf Zypern. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass die Katze den Menschen schon seit Beginn der Zivilisation begleitet, da sie leicht zu zähmen und von allen Katzenarten am wenigsten aggressiv ist."
https://de.wikipedia.org/wiki/Falbkatze

Aus der Falbkatze entstanden auch unsere Katzen mit Rassemerkmal. Durch Selektion wurden bestimmte Merkmale herausgezüchtet, so dass es einen bestimmten Phänotyp und Genotyp gibt, der die Rasse ausmacht.
Die Weltverbände TICA, Fife, Cfa und Wcf legen die Rassenstandards der verschiedenen Katzenrassen fest und unterscheiden sich geringfügig.

Die Katzenzucht ist eine aufwändige, teure und viel Zeit erfordernde Angelegenheit, die den hohen Preis und Marktwert rechtfertigt. Seriöse Züchter ärgern sich daher auch zu Recht über Hinterhofvermehrer, die weder Geld noch Zeit investieren, aber für ihre Tiere einen hohen Preis verlangen, der leider von unkritischen Käufern auch bezahlt wird.
Es ist klar, dass dies Leute sind, die sich auf Kosten der Tiere ein Zubrot verdienen und die sich an der  Zuchtarbeit von Züchtern zu bereichern versuchen. Darüber sollte man sich im klaren sein, wenn man ein Tier ohne Papier erwirbt.

Die europäische Kurzhaarkatze, die von manchen Leuten heute als Rasse bezeichnet wird, ist ebenfalls ein falscher Begriff.

Es gibt die Zucht der "Europäer" und der "Keltisch Kurzhaar", was eigentlich nur bedeutet, dass dies normale Hauskatzen sind ohne Einkreuzung eines Rassetiers, also ohne Hybriden.

Jedoch, und das ist wieder so widersinnig, muss man bedenken, dass die Farben silver/smoke als natürliche Farben beschrieben werden, was aber nicht so ist. Die Maine Coon zum Beispiel, angeblich eine Naturrasse, wurde mit Perserkatzen "veredelt", um die Farben silver/smoke zu bekommen. Für das ticked tabby wurden Somali oder Abessinier eingekreuzt. Das ist natürlich Zuchtarbeit, aber den Titel Naturrassse verdient die Maine Coon sicher nicht mehr.
Nachzulesen ist das im Maine Coon Kompendium von Henning Müller-Rech, der anschaulich beschreibt, wie es dazu gekommen ist, dass das ticked tabby aus der Maine Coon nicht mehr wegzudenken ist.

Das Maine Coon Kompendium

Somit ist eigentlich klar, dass silver/smoke auch in der Europäer eigentlich nichts zu suchen hat, man diese Farben nur für Vielfalt, Optik und Verkauf zugelassen hat. Die natürlichen Farben der Hauskatze sind alle Farben mit und ohne weiß, schwarz, rot, gestromt und getigert, schildpatt, tortie und torbie. Die Farben blau und creme stehen für Verdünnung bedingt durch silver und smoke.
Man kann also sagen, dass die Europäer oder Keltisch Kurzhaar auch  "nur" ein Zuchtprodukt ist.

Weshalb wettere ich jetzt gegen die Stammbaumaffinität mancher Leute?

Das tue ich eigentlich nicht. Was ich eigentlich meine, ist dass der Stammbaum ein Hinweis darauf ist, dass wenigstens Mindeststandards in der Haltung der Katzen eingehalten werden müssen und eingehalten worden sind.

Es gibt auch unter den Züchtern, die sauber mit Katzen züchten, die einen Stammbaum und Gesundheitszeugnisse haben, die man meiden sollte wie der Teufel das Weihwasser.
Der Verkaufspreis ist sicher kein Hinweis. Sondern die Art und Weise, wie die Katzen im Haushalt des Züchters gehalten werden. Laufen die Katzen alle im Haus oder der Wohnung  mit, oder werden nur die Mütter mit den Kitten gezeigt, und im Haus gehalten?
Wie viele Katzen hält der Züchter eigentlich? Man muss bedenken, dass jedes Tier Zuwendungen braucht und nur dann wirklich sozialisiert ist, wenn es wirklich mit anderen Katzen und dem Menschen im Haushalt gemeinsam lebt.
Es gibt Züchter, die halten ihre Tiere wie Rinder in der Massentierhaltung. Dort haben die Katzen einen Wert wie ein Nutztier. Ob man das unterstützen sollte?

Ich sage Nein!

Verbraucher sollten sich der Tatsache bewusst sein, dass ihre Nachfrage das Angebot regelt. Der Stammbaum ist dabei die kleinste zu wertende Instanz, zumindest für den Liebhaber. Was stimmen muss, ist das große Ganze. Gesundheitsvorsorge, auch der Elternkatzen der Zuchtkatzen, das ist dann wirklich nur durch den Stammbaum nachweisbar!, geimpfte, gechippte Katzen. Der Züchter muss großes Interesse daran haben, wie die zu verkaufende Katze ihr zukünftiges Leben bestreiten soll, sollte daher auch nicht an jeden ein Tier verkaufen.
Ich persönlich lege auch Wert darauf, dass der Züchter nicht in alle Welt verkauft. Es gibt tatsächlich Catterynamen, die findet man in Südostasien wieder oder Südamerika. Das zeigt, es geht dem Züchter ums Geld verdienen. Ist meine Meinung, auch wenn sich jetzt der eine oder andere auf den Schlips getreten fühlt. Nicht jeder Züchter, der Katzen nach Übersee verkauft ist so einer, es gibt auch hier wieder Ausnahmen von der Regel. Nach Asien z.B., verkaufen die dann aber nicht.

Juristisch belangt werden kann aber niemand, der seine Katze beim Rassenamen betitelt ohne einen Stammbaum zu haben. Juristisch belangt werden kann nur ein Verkäufer, der reinrassige Katzen anbietet ohne einen Nachweis für sie zu haben.
Das ist alles. Weil auch der Versuch strafbar ist. §263 StGB. Schließlich kommt niemand zu schaden, wenn ich eine Katze als Perser bezeichne, nur weil sie aussieht wie eine und die Rassemerkmale erfüllt. Sogar wirkliche Kenner können eine Rassekatze nicht von einer Rassekatze unterscheiden, wenn sie die Merkmale eines Rassenstandards erfüllt und keinen Stammbaum hat. Und tatsächlich werden bei bestimmten Rassen Katzen gezüchtet, die mit dem eigentlichen Standard nichts mehr gemein haben, und trotzdem reinrassig sind.

Nur der Verkauf einer angeblich reinrassigen Katze ohne einen Stammbaum ist strafbar. Das ist Betrug!

Die Streitereien um den Stammbaum sind überflüssig. Was nicht überflüssig ist, ist immer wieder zu betonen, wie wichtig es ist, das Umfeld des Züchters genau unter die Lupe zu nehmen. Sich alles zeigen zu lassen, was für Gesundheitsvorsorge betrieben wird, wie hochwertig gefüttert wird, ob die Katzen auch mal Fleisch und ganze Beutetiere zu fressen bekommen.
Viele sogenannte Tierschützer machen das alles am Stammbaum fest. Und das ist falsch.

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Hauskatze

https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4isch_Kurzhaar

https://de.wikipedia.org/wiki/Rassekatze

http://www.von-theresienfeld.de/standard.shtml

https://www.youtube.com/watch?v=DuYvjqLywMw



Donnerstag, 12. September 2019

Augen auf beim Kittenkauf!



 Während beim Welpenhandel zumeist in Osteuropa ganze Fabriken bestehen, in denen Hunde unter erbärmlichsten Bedingungen Welpen zur Welt bringen und aufziehen müssen, ist das bei der Katze nicht unbedingt so. Vereinzelt werden mit den illegalen Tiertransporten neben einer größeren Anzahl Rassehunde auch Rassekatzen ins Land geschleust und für das nicht große Geld verschleudert.
Werden diese aufgegriffen, gibt es wieder einen Aufschrei, ein lokales Tierheim sammelt Spenden, weil sie die große Anzahl meist kranker und viel zu junger Tiere versorgen müssen.

Die Zeitungen sind voll von Berichten.

Dennoch floriert immer noch das Geschäft, sonst gäbe es das Angebot ja nicht.

Bei der Katze ist der Import aus dem Ausland überhaupt nicht nötig. Und es ist auch nicht immer der schreckliche Hinterhofvermehrer, der Katzen am laufenden Band produziert.
Nein, es kann unser direkter Nachbar sein, Arbeitskollegen, Verwandte oder manchmal auch Freunde, die man nicht vor den Kopf stoßen möchte. Nicht jeder Vermehrer ist ein Tierquäler.

Was sie aber alle gemeinsam haben, ist, die mangelnde gesundheitliche Vorsorge. Manche Katzen brauchen Blutgruppentests, unterschiedliche Erkrankungen betreffen unterschiedliche Rassekatzen, allein schon bedingt durch die Einkreuzung verschiedener Rassen, was man früher so gemacht hat.
Ich kann nur für die Maine Coon sprechen, bei anderen Rassen kenne ich mich nicht so gut aus. Um silber/smoke und Verdünnung in die MC zu bekommen wurde der Perser eingekreuzt, fürs tabby-ticked kam die Abessinier oder Somali ins Spiel und mit den Einkreuzungen kamen auch andere, genetisch bedingte Krankheiten, wie PKD oder PKdef.
Aber auch gewöhnliche Hauskatzen ohne Rasseeinschlag können an Erberkrankungen leiden, diese gilt es auszuschalten.
Während der seriöse Züchter nicht nur viel Geld in seine Zuchttiere in die Hand nehmen muss, sich die Linien genau anschaut und viele Tests und Untersuchungen machen lässt, was auch immer eine Stange Geld kostet, spart sich der Vermehrer all das. In den seltensten Fällen macht der Vermehrer sich Gedanken um die Geburt. Dass das gehörig schief gehen kann und mit Kaiserschnitt (Kosten ca.600€) oder sogar dem Tod der Katze enden kann, so weit denkt man nämlich nicht.
Wenn dann doch alles gut gegangen ist und die Babys selbstständig anfangen zu fressen, dann merkt der Vermehrer, hey, die kosten richtig Kohle!
So war das natürlich nicht gedacht. Sie sind jetzt etwa 7 Wochen alt. Spätestens jetzt wird auf Ebay, Quoka und wie sie alle heißen, eine Anzeige geschaltet. Dann werden sie verscherbelt, diese unschuldigen kleinen Wesen, die beim Käufer regelmäßig Verzückungen auslösen.
Über die Folgen dieser Unart möchte ich später, in einem anderen Bericht schreiben.
Was macht denn nun ein guter Züchter?
Er schaltet womöglich auch schon Anzeigen, aber er gibt seine Kätzchen erst mit 13 oder 14 Wochen ab. Das Kitten kommt im besten Fall schon kastriert, vollständig geimpft und gechipt zum Käufer und wird meistens gebracht, weil der Züchter sicher gehen will, dass es seinem Kitten gut gehen wird.
Ein guter Züchter wird ein Kitten niemals in Einzelhaltung abgeben und er wird einen Kaufvertrag abschließen und sich den Ausweis des Käufers zeigen lassen. Kopien über die Untersuchungen der Elterntiere sind natürlich dabei.
Einen guten Züchter kann man besuchen. Man kann die Elterntiere und meist auch andere Katzen sehen. Man sieht, wie sie im Haushalt gehalten werden, wie die Tiere miteinander umgehen.
Sollte man in einen Züchterhaushalt kommen, der richtig schmuddelig ist, d.h., das Katzenklo voller Kotreste am Rand, lieblos abgestelltes Futter und es riecht nicht nur nach Kater, dann sollte man schon vorsichtig sein…Sicher kann jeder einen schlechten Tag haben, aber sollte es bei einem zweiten Besuch immer noch so sein, dann sollte man sich überlegen, ob man sich nicht woanders umsehen möchte.
Denn nicht jeder Vereinszüchter ist ein guter Züchter.
Niemals sollte man sich darauf einlassen, dass man einem Züchter entgegen kommt, oder das Tier auf einer Rassekatzenaustellung zu übernehmen.
Züchter, die sich vehement weigern, dem Käufer oder Interessenten seine Räume zu zeigen, oder doch wenigstens die, die die Katzen bewohnen, sollte man meiden wie der Teufel das Weihwasser.

Ein Rassekitten kostet ein kleines Vermögen. Ab 700 € aufwärts. Bestimmte Rassen können noch teurer sein, wie die Bengal oder Savannah.
Die Bengal und die Savannah haben aber besondere Ansprüche an die Haltung. Ein großes Freigehege sollte Pflicht sein.
Da den Züchter besuchen zu können, sich Rat für die Haltung geben zu lassen, sollte selbstverständlich sein.

Tiertransporte in EU Drittstaaten

 Man kann sie nicht mehr zählen. Die Berichte über skandalöse Tiertransporte in EU Tierschutzhochrisikostaaten. Dazu zählen fast ausnahmslos...