Vieles, das mich beschäftigt wird hier thematisiert. Und da ich mich für Vieles interessiere, sind die Themen unterschiedlicher Natur. In Zeiten von zunehmender Radikalisierung nach rechts, Klimakrise, Brexit und einem ungezügelten Marktradikalismus, werden Mensch und Tier oft vergessen.
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Sonntag, 6. September 2020
Mittwoch, 26. August 2020
Sonntag, 26. Juli 2020
Vom Schweineleben und vom Respekt
Text von Marc Mann
Schweine führen hierzulande ein erfülltes Leben. Sie dürfen in einem bequemen Kastenstand nächtigen. Aufstehen und hinlegen ist ja erlaubt. Regelmäßig dürfen sich die Mütter künstlich befruchten lassen, damit sie für Nachschub auf des Deutschen Teller sorgen. Die Ferkel dürfen auf dem harten Spaltenboden geboren werden und erfreuen sich nach ein paar Tagen der Erfahrung des Ringelschwänzchens abschneidens und die männlichen Ferkel obendrein einer Betäubungslosen Kastration. Damit auch der schöne Geschmack des Schinkens erhalten bleibt. Das ganze Leben natürlich ohne Sonnenlicht auf dem Rücken und ohne Gras unter den Füssen.
Wozu auch ?
Sollen ja an Gewicht zulegen. Da schadet Bewegung nur. Außerdem haben sie ja evtl. Organisches Spielmaterial. Sollen die kleinen sich doch damit beschäftigen.
Wenn ein Ferkel zu schwach und zu klein ist. Nun. Auch dafür gibt es eine praktische Lösung. Ein paarmal auf den Boden hauen und das kleine strampelnde Wesen in den Müll werfen. Praktisch und rationell. Hat sich bis jetzt auch noch nie ein Ferkel beschwert.
Kontakt mir der Mutter ? Brauchen die nicht. Gehen sowieso relativ früh in die Mast. Die Mutti hat ja auch schon wieder einen Termin für ihre nächste Befruchtung. Der Nachschub an Schnitzeln muss rollen. Lebenserwartung ? Was für eine Lebenserwartung? Na Gut. Normalerweise ca. 20 Jahre. Aber auch da ist das Verständnis der Schweine gefragt. 6-8 Monate. Mehr kriegen die nicht. Das muss reichen.
Das ist dann aber auch das äußerste aller Gefühle. Es wird ihnen ja noch ein großer Finalspaß geboten. Hat etwas von Abenteuerurlaub, wenn es zum Schlachter geht. Und hier bekommen sie zum Abschluß nochmal so richtig was geboten.
Ne schicke Elektrozange oder Gas. Noch ein kleiner Schnitt in den Hals und dann wird es langsam dunkel. Es ist eigentlich alles auch nicht so entscheidend. Wichtig ist lediglich, dass die Einzelteile auf den Teller kommen. Pommes dazu und dann paßt die Sache.
Respekt vor dem Leben ? Nun. Das sind Nutztiere. da zählt das mit dem Respekt nicht.
Wäre ja auch noch
schöner. Respekt mit dem Essen zu haben. Liebe ? Ja klar. Wie heißt es
in der Werbung einer großen Verbrauchermarktkette so schön: "Wir lieben
Lebensmittel". Na da hast du doch deine Liebe. Wir lieben unser
Schnitzel und unsere Wurst.
Samstag, 4. Juli 2020
In Freiheit geboren
Diese Bilder sind wunderschön.
Und doch überkommen mich Fragen beim Anblick.
Wie verrückt sind wir eigentlich? Da kommen einigen wenigen Menschen beim Anblick dieser Fotos Tränen der Rührung in die Augen. Sie sind gerührt und haben Glücksgefühle, weil dieses Kalb bei der Mutter bleiben darf. Weil dieser Kuh ihr Kind nicht gewaltsam entrissen wird. Eine Gewalttat, die gegen die Natur arbeitet, gegen jedes angestammte Recht eines jeden Lebewesens auf diesem Planeten.
Ich frage mich auch, wie viele Menschen dieses Fotos sehen und beim nächsten Einkauf im Supermarkt unbekümmert nach Milch greifen, ohne einen Gedanken an die Mütter und Kinder zu verschwenden, die den Preis zahlen müssen.
Ich frage mich auch, was wäre, wenn man Menschenfrauen zwingen würde, jedes Jahr ein Kind zu gebären. Auch ohne dass man der Mutter das Kind stehlen würde, gäbe es eine Empörung sondergleichen.
Wenn beim Milchregal ein Video laufen würde, das zeigt, wie man der Mutter ihr Kalb entreißt, wie Mutterkuh und Kalb brüllen, wie viele Menschen würden die Milch im Regal stehen lassen, oder doch wenigstens nach Demeter fragen?
Früher, damit meine ich die Zeit vor meiner Geburt, hielt man auch Kühe und nahm ihnen die Kälber nicht weg. Die Menschen haben trotzdem Milch getrunken, Butter hergestellt und auch Käse.
Meine Großmutter hat 1928 geheiratet und hat einen Bauernhof bewirtschaftet, mit Ackerland und Viehwirtschaft. Ich weiß, ich weiß, im Vergleich zu heute sieht unser Leben anders aus. Damals gab es auch noch keine 7 Milliarden Menschen auf der Erde...
Wir Menschen haben es trotz allem Fortschritts nicht geschafft, ohne Ausbeutung und ohne auf Kosten anderer zu leben und unser Dasein zu organisieren. Und auch wir werden benutzt, um einigen Reichen die Taschen zu füllen, wir werden benutzt, um den Status Quo zu erhalten. Und wenn wir es wagen dagegen aufzubegehren und dies zu hinterfragen, sind wir halt Spinner, Ökos oder Öko-Terroristen, die ewigen Weltverbesserer und Umerzieher.
Und doch überkommen mich Fragen beim Anblick.
Wie verrückt sind wir eigentlich? Da kommen einigen wenigen Menschen beim Anblick dieser Fotos Tränen der Rührung in die Augen. Sie sind gerührt und haben Glücksgefühle, weil dieses Kalb bei der Mutter bleiben darf. Weil dieser Kuh ihr Kind nicht gewaltsam entrissen wird. Eine Gewalttat, die gegen die Natur arbeitet, gegen jedes angestammte Recht eines jeden Lebewesens auf diesem Planeten.
Ich frage mich auch, wie viele Menschen dieses Fotos sehen und beim nächsten Einkauf im Supermarkt unbekümmert nach Milch greifen, ohne einen Gedanken an die Mütter und Kinder zu verschwenden, die den Preis zahlen müssen.
Ich frage mich auch, was wäre, wenn man Menschenfrauen zwingen würde, jedes Jahr ein Kind zu gebären. Auch ohne dass man der Mutter das Kind stehlen würde, gäbe es eine Empörung sondergleichen.
Wenn beim Milchregal ein Video laufen würde, das zeigt, wie man der Mutter ihr Kalb entreißt, wie Mutterkuh und Kalb brüllen, wie viele Menschen würden die Milch im Regal stehen lassen, oder doch wenigstens nach Demeter fragen?
Früher, damit meine ich die Zeit vor meiner Geburt, hielt man auch Kühe und nahm ihnen die Kälber nicht weg. Die Menschen haben trotzdem Milch getrunken, Butter hergestellt und auch Käse.
Meine Großmutter hat 1928 geheiratet und hat einen Bauernhof bewirtschaftet, mit Ackerland und Viehwirtschaft. Ich weiß, ich weiß, im Vergleich zu heute sieht unser Leben anders aus. Damals gab es auch noch keine 7 Milliarden Menschen auf der Erde...
Wir Menschen haben es trotz allem Fortschritts nicht geschafft, ohne Ausbeutung und ohne auf Kosten anderer zu leben und unser Dasein zu organisieren. Und auch wir werden benutzt, um einigen Reichen die Taschen zu füllen, wir werden benutzt, um den Status Quo zu erhalten. Und wenn wir es wagen dagegen aufzubegehren und dies zu hinterfragen, sind wir halt Spinner, Ökos oder Öko-Terroristen, die ewigen Weltverbesserer und Umerzieher.
Mittwoch, 3. Juni 2020
Wie man dem unseriösen Onlinehandel mit Tieren den Garaus machen kann
Viele Verbände machen sich gegen den Welpenhandel stark, der oft mit hoher, krimineller Energie betrieben wird und gegen alle Tierschutzregeln verstößt. Und das ist auch gut so.
Die Kleinanzeigen im Internet dienen als Plattform für diese Anzeigen, auf die Hundekäufer oft reinfallen. Aber nicht nur Hunde werden dort angeboten.
Mir als leidenschaftlicher Katzenfan fallen auch die zahlreichen Inserate für Katzen auf, die nicht nur von seriösen Tierschutzorganisationen und seriösen Katzenzüchtern genutzt werden. Und oft stehen mir die Haare zu Berge, wenn ich die Angebote sehe, wo angeblich reinrassige oder Mixkatzen schon mit 4 Wochen zum Kauf angeboten werden. 4 Wochen…. Da sind die Kitten noch nicht einmal entwöhnt, geschweige, dass sie stabil genug wären um ohne ihre Mutter zu leben.
Ich habe solche Inserenten schon oft angerufen und haarsträubende Diskussionen gehabt mit Leuten, die entweder keine Ahnung haben oder völlig gleichgültig sind.
Und ich meine, wir brauchen nicht nur eine Katzenschutzverordnung. Wir brauchen ein völlig neues Tierschutzgesetz.
Ich habe die Übertragung, die im Internet stattfand noch im Sinn, als die „Novelle“ des Tierschutzgesetzes 2014 verabschiedet werden sollte; ich höre die Vertreter von Union und FDP vom Vertrauen reden, das man den Menschen entgegen bringen müsse…
Ich meine, den Vertrauensvorschuss hat der Mensch nicht verdient. Und die, die ihn tagtäglich beweisen, haben kein Problem mit Kontrollen.
Was könnte man tun, um die Situation von Haustieren wirklich zu verbessern?
Zunächst brauchen wir die Pflicht Hund und Katze mit einem Transponderchip zu versehen und die Tiere auch bei TASSO e.V. anzumelden.
Dies sollte nicht dem Tierhalter überlassen werden, sondern der Züchter der auch der Tierarzt, den den Chip setzt, sollte das Tier melden. Online ist das kein Problem.
Jede Katze muss kastriert werden. Ausgenommen die, mit denen gezüchtet werden soll. Solch eine Zucht, egal ob Hauskatze oder Rassekatze, sollte vom niedergelassenen Tierarzt der Wahl einmal im Jahr begutachtet werden, damit die Zucht fortbestehen darf. Jede Zucht sollte nach §11 TSchG beim Amtsveterinär gemeldet sein, sollte aber nicht zwingend besucht werden müssen. Das gilt selbstverständlich auch für Hunde und jede andere Zucht von Heimtieren.
Die Meldung dient nur der Zuchtnummer, die eine Zucht haben muss. Unabhängig von Hund- oder Katzenverein, die für Stammbaumvergabe zuständig sind und andere, rassespezifische Bestimmungen.
Die Zuchtnummer müsste zwingend bei jeder Kleinanzeige angegeben werden. Das heißt, Ohne eine solche Nummer darf keine Onlineplattform Anzeigen frei schalten, die ein Tier vermitteln oder verkaufen dürfen. Tierheime, Tierschutzvereine mit Pflegestellen und Züchter müssten eine solche Nummer vom Veterinäramt erhalten.
Das Hunde- und Katzenelend würde so stark bekämpft. Wenn auch die Hauskatze in Haushalten auf die Welt kommt, in der sie willkommen ist, gilt auch für sie, was für viele Rassekatzen schon heute gilt: Gesundheitsvorsorge, Abgabe erst mit 12/13 Wochen, besser 14-16 Wochen und vor allem, die Abgabe in gute Hände.
Jeder, der sein Tier aus irgendwelchen Gründen abgeben muss oder will, sollte dazu einen Verein um Vermittlungshilfe bitten müssen. Private Abgaben würden damit unmöglich, aber, um dem unseriösen Tierhandel den Garaus zu machen, bleibt einem nichts anderes übrig.
Auch bei Facebook, wo es mittlerweile viele Vermehrer und Züchter geschafft haben, das Handelsverbot mit Tieren zu umgehen, sollte strenger schauen müssen. Vermittlungshilfe dürfte nur noch Vereinen erlaubt sein, die eingetragen sind und die anerkannte Gemeinnützigkeit vorweisen können.
Damit der Mensch die Verantwortung begreift, die er mit einem Tier übernimmt, sollte JEDER, der sich ein oder mehrere Tiere aufnehmen will, beim Tierarzt einen Sachkundenachweis ablegen und sich durch Stempel und Unterschrift beurkunden lassen. Erst mit diesem Nachweis sollten Tierheime, Tierschutzorganisationen und auch Züchter ein Tier abgeben dürfen.
Dieser Sachkundenachweis ist spezifisch für die bestimmte Tierart angepasst.
Wer jetzt schreit, wer das alles bezahlen soll, dem sei gesagt, dass es wichtig ist klarzustellen, dass die Tierhaltung Geld kostet. Und nicht wenig. Allein die Ernährung mit gutem Futter (Discounter und Supermarktfutter zähle ich nicht dazu) ist kostenaufwendig und auch die jährlichen Untersuchungen beim Tierarzt kosten Geld. Wenn ein Tier einen Unfall hat oder schwer erkrankt, kann die allein die Diagnostik einen Haufen Geld kosten. Bei einer OP ist man bei einer Katze mit Nebenkosten schnell bei 1000 €, beim Hund ist es gleich viel mehr.
Die Tierhaltung ist zum Nulltarif nicht zu haben!
Der Sachkundenachweis ist wichtig, um das gewünschte Tier wirklich seinen Bedürfnissen angepasst zu halten.
Viele denken immer noch, die Katze ist ein Einzelgänger. Dabei trifft das nur für eine geringe Anzahl Katzen tatsächlich zu. Katzen sollten mindestens als Paar gehalten werden.
Wie viele Hunde kommen fast gar nicht vor die Tür! Werden zum einkaufen mitgenommen, vor dem Geschäft angebunden (ein No-Go für mich!) und dürfen mal eine Runde um den Block laufen.
Sie dürfen nie toben und spielen, sind fast nie von der Leine weg.
Das ist nicht artgerecht!
Den Sachkundenachweis brauchen wir auch für jede andere Tierart, egal ob Nager, Frettchen, Vogel oder Reptil.
Es gibt Stimmen, die verlangen nach einer Steuer, beispielsweise für streunende Katzen. Aber dem entgegne ich, dass eine Steuer im Umkehrschluss auch bedeuten muss, dass der Staat sich kümmert, was er nicht tut.
Und eine empfindliche Geldstrafe wäre eine bessere Lektion, zumal die dem Tierschutz nutzen könnte. Außerdem würde es bedeuten, dass der Staat sich weigert, wenn solch ein Tierschutz im Gesetz stünde, wenn es bedeuten würde, das dem Staat mehr Aufgaben zu fielen, die wieder Geld und Personal kosten. Daher rate ich von solchem Ansinnen stark ab.
Dem Welpenhandel, dem unseriösen Katzenhandel könnte der Garaus gemacht werden.
Wenn man denn will!
Ich bin seit vielen Jahren aktiv im Tierschutz mit dem Schwerpunkt Katzen. Und natürlich auch bei Facebook, was sich nicht vermeiden lässt. Und ich kenne alle Tricks und Kniffe, die Vermehrer und unseriöse Tierhalter nutzen, um Tiere zu Geld zu machen
Sonntag, 24. Mai 2020
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