Vieles, das mich beschäftigt wird hier thematisiert. Und da ich mich für Vieles interessiere, sind die Themen unterschiedlicher Natur. In Zeiten von zunehmender Radikalisierung nach rechts, Klimakrise, Brexit und einem ungezügelten Marktradikalismus, werden Mensch und Tier oft vergessen.
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Montag, 22. Juni 2020
Mittwoch, 3. Juni 2020
Wie man dem unseriösen Onlinehandel mit Tieren den Garaus machen kann
Viele Verbände machen sich gegen den Welpenhandel stark, der oft mit hoher, krimineller Energie betrieben wird und gegen alle Tierschutzregeln verstößt. Und das ist auch gut so.
Die Kleinanzeigen im Internet dienen als Plattform für diese Anzeigen, auf die Hundekäufer oft reinfallen. Aber nicht nur Hunde werden dort angeboten.
Mir als leidenschaftlicher Katzenfan fallen auch die zahlreichen Inserate für Katzen auf, die nicht nur von seriösen Tierschutzorganisationen und seriösen Katzenzüchtern genutzt werden. Und oft stehen mir die Haare zu Berge, wenn ich die Angebote sehe, wo angeblich reinrassige oder Mixkatzen schon mit 4 Wochen zum Kauf angeboten werden. 4 Wochen…. Da sind die Kitten noch nicht einmal entwöhnt, geschweige, dass sie stabil genug wären um ohne ihre Mutter zu leben.
Ich habe solche Inserenten schon oft angerufen und haarsträubende Diskussionen gehabt mit Leuten, die entweder keine Ahnung haben oder völlig gleichgültig sind.
Und ich meine, wir brauchen nicht nur eine Katzenschutzverordnung. Wir brauchen ein völlig neues Tierschutzgesetz.
Ich habe die Übertragung, die im Internet stattfand noch im Sinn, als die „Novelle“ des Tierschutzgesetzes 2014 verabschiedet werden sollte; ich höre die Vertreter von Union und FDP vom Vertrauen reden, das man den Menschen entgegen bringen müsse…
Ich meine, den Vertrauensvorschuss hat der Mensch nicht verdient. Und die, die ihn tagtäglich beweisen, haben kein Problem mit Kontrollen.
Was könnte man tun, um die Situation von Haustieren wirklich zu verbessern?
Zunächst brauchen wir die Pflicht Hund und Katze mit einem Transponderchip zu versehen und die Tiere auch bei TASSO e.V. anzumelden.
Dies sollte nicht dem Tierhalter überlassen werden, sondern der Züchter der auch der Tierarzt, den den Chip setzt, sollte das Tier melden. Online ist das kein Problem.
Jede Katze muss kastriert werden. Ausgenommen die, mit denen gezüchtet werden soll. Solch eine Zucht, egal ob Hauskatze oder Rassekatze, sollte vom niedergelassenen Tierarzt der Wahl einmal im Jahr begutachtet werden, damit die Zucht fortbestehen darf. Jede Zucht sollte nach §11 TSchG beim Amtsveterinär gemeldet sein, sollte aber nicht zwingend besucht werden müssen. Das gilt selbstverständlich auch für Hunde und jede andere Zucht von Heimtieren.
Die Meldung dient nur der Zuchtnummer, die eine Zucht haben muss. Unabhängig von Hund- oder Katzenverein, die für Stammbaumvergabe zuständig sind und andere, rassespezifische Bestimmungen.
Die Zuchtnummer müsste zwingend bei jeder Kleinanzeige angegeben werden. Das heißt, Ohne eine solche Nummer darf keine Onlineplattform Anzeigen frei schalten, die ein Tier vermitteln oder verkaufen dürfen. Tierheime, Tierschutzvereine mit Pflegestellen und Züchter müssten eine solche Nummer vom Veterinäramt erhalten.
Das Hunde- und Katzenelend würde so stark bekämpft. Wenn auch die Hauskatze in Haushalten auf die Welt kommt, in der sie willkommen ist, gilt auch für sie, was für viele Rassekatzen schon heute gilt: Gesundheitsvorsorge, Abgabe erst mit 12/13 Wochen, besser 14-16 Wochen und vor allem, die Abgabe in gute Hände.
Jeder, der sein Tier aus irgendwelchen Gründen abgeben muss oder will, sollte dazu einen Verein um Vermittlungshilfe bitten müssen. Private Abgaben würden damit unmöglich, aber, um dem unseriösen Tierhandel den Garaus zu machen, bleibt einem nichts anderes übrig.
Auch bei Facebook, wo es mittlerweile viele Vermehrer und Züchter geschafft haben, das Handelsverbot mit Tieren zu umgehen, sollte strenger schauen müssen. Vermittlungshilfe dürfte nur noch Vereinen erlaubt sein, die eingetragen sind und die anerkannte Gemeinnützigkeit vorweisen können.
Damit der Mensch die Verantwortung begreift, die er mit einem Tier übernimmt, sollte JEDER, der sich ein oder mehrere Tiere aufnehmen will, beim Tierarzt einen Sachkundenachweis ablegen und sich durch Stempel und Unterschrift beurkunden lassen. Erst mit diesem Nachweis sollten Tierheime, Tierschutzorganisationen und auch Züchter ein Tier abgeben dürfen.
Dieser Sachkundenachweis ist spezifisch für die bestimmte Tierart angepasst.
Wer jetzt schreit, wer das alles bezahlen soll, dem sei gesagt, dass es wichtig ist klarzustellen, dass die Tierhaltung Geld kostet. Und nicht wenig. Allein die Ernährung mit gutem Futter (Discounter und Supermarktfutter zähle ich nicht dazu) ist kostenaufwendig und auch die jährlichen Untersuchungen beim Tierarzt kosten Geld. Wenn ein Tier einen Unfall hat oder schwer erkrankt, kann die allein die Diagnostik einen Haufen Geld kosten. Bei einer OP ist man bei einer Katze mit Nebenkosten schnell bei 1000 €, beim Hund ist es gleich viel mehr.
Die Tierhaltung ist zum Nulltarif nicht zu haben!
Der Sachkundenachweis ist wichtig, um das gewünschte Tier wirklich seinen Bedürfnissen angepasst zu halten.
Viele denken immer noch, die Katze ist ein Einzelgänger. Dabei trifft das nur für eine geringe Anzahl Katzen tatsächlich zu. Katzen sollten mindestens als Paar gehalten werden.
Wie viele Hunde kommen fast gar nicht vor die Tür! Werden zum einkaufen mitgenommen, vor dem Geschäft angebunden (ein No-Go für mich!) und dürfen mal eine Runde um den Block laufen.
Sie dürfen nie toben und spielen, sind fast nie von der Leine weg.
Das ist nicht artgerecht!
Den Sachkundenachweis brauchen wir auch für jede andere Tierart, egal ob Nager, Frettchen, Vogel oder Reptil.
Es gibt Stimmen, die verlangen nach einer Steuer, beispielsweise für streunende Katzen. Aber dem entgegne ich, dass eine Steuer im Umkehrschluss auch bedeuten muss, dass der Staat sich kümmert, was er nicht tut.
Und eine empfindliche Geldstrafe wäre eine bessere Lektion, zumal die dem Tierschutz nutzen könnte. Außerdem würde es bedeuten, dass der Staat sich weigert, wenn solch ein Tierschutz im Gesetz stünde, wenn es bedeuten würde, das dem Staat mehr Aufgaben zu fielen, die wieder Geld und Personal kosten. Daher rate ich von solchem Ansinnen stark ab.
Dem Welpenhandel, dem unseriösen Katzenhandel könnte der Garaus gemacht werden.
Wenn man denn will!
Ich bin seit vielen Jahren aktiv im Tierschutz mit dem Schwerpunkt Katzen. Und natürlich auch bei Facebook, was sich nicht vermeiden lässt. Und ich kenne alle Tricks und Kniffe, die Vermehrer und unseriöse Tierhalter nutzen, um Tiere zu Geld zu machen
Dienstag, 22. Oktober 2019
Wie viel Freiheit verträgt der Mensch, oder, anders gefragt, muss der Mensch alles dürfen?
Der Mensch und seine Freiheit...
Es bricht immer ein Sturm der Entrüstung durch die Republik los, wenn es eine Partei wagt, vermeintliche Rechte einzuschränken. Es drohte der Untergang des Abendlandes, als es ein Rauchverbot gab. Erst in öffentlich zugänglichen Behörden, dann für Arbeitsplätze und schlussendlich ein Rauchverbot in Gaststätten. Überall wurden dann Hintertürchen geschaffen, wie z.B., Zutritt erst ab 18 Jahren, usw.
Mit dem Ergebnis dass es in Berlin fast gar keine rauchfreie Kneipe gibt. Jedenfalls war das bis zu meinem Umzug aus Berlin Ende 2016 noch so und ich denke, es hat sich bis heute nichts geändert.
Die Idee des Veggie-Days ließ auch so eine Entrüstung losbrechen. Verbotspartei, wurde geschimpft, von Vorschriften wurde gesprochen. Dabei war es nichts als eine Anregung. Und die Leute übersehen dabei völlig, dass für ihr Schnitzel ein Tier sterben muss, und wie es gehalten und getötet wird, übersehen auch die Qualen des Tieres bis zu seinem Tod.
Ich werde sicher nicht zum Moralapostel werden, oder den Menschen Vorschriften machen. Ich werde aber nicht aufhören aufzuklären.
Mir geht es aktuell auch um die Freiheit des einzelnen Bürgers. Freiheit ist gut und richtig und auch wichtig. In Deutschland besitze ich eine Menge Freiheit. Die Freiheit der Rede, Meinungsfreiheit und solange ich kein Hartz IV Bezieher bin, kann ich sogar hinziehen wohin es mich treibt.
Hartz IV Bezieher erleben eine Menge Unfreiheit. Sie sind mit allem was sie tun Rechenschaft schuldig. Und? Wo war die Aufregung? Aufgeregtheit gab es nur bei den Verbänden, die sich mit dem Sozialen und der Politik befassen. Gewerkschaften, der VdK, attac%, um einige zu nennen.
Damals gab es sogar einen richtigen Hass auf Hartz IV Bezieher. Sie wurden zum Mittelpunkt der Hetze in den Medien, allen voran BILD und RTL haben sich auf Hartz IV Bezieher eingeschossen.
Bis zur Flüchtlingswelle. Dann waren Hartz IV Bezieher auf einmal Opfer....
Wie beschämend verlogen diese Gesellschaft doch ist....
Aber darum geht es mir auch nicht.
In Deutschland darf jeder Hanswurst, jeder Sachkundige oder Sachunkundige Tiere halten und vermehren. Es gibt niemanden, der kontrolliert, wie die Deutschen mit ihren Tieren umgehen. Es gibt ja eine Vorschrift, dass Landwirte, Milchbetriebe, usw. kontrolliert werden müssen. Gestüte usw. auch. Der normale Tierhalter gerät bei Verstößen gegen das Tierschutzgesetz immer nur dann in den Fokus der Behörden, wenn es zu eklatanten Verstößen kommt und es vor allem jemanden gibt, der den Mut hat, Anzeige zu erstatten.
Und dann muss er noch das Glück haben, dass das Veterinäramt durchgreift. Manche muss man nämlich zum jagen tragen.....
Ganz besonders schwer hat es die Katze in Deutschland. Man sollte es nicht für möglich halten. Wo doch die Katze des Deutschen liebstes Haustier ist. Nach letzten Erhebungen sollen 14,5 Millionen Katzen in Deutschland leben. Die Zahl muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.
Und es gibt in ganz Deutschland keine Katzenschutzverordnung....
Der Bund zieht sich mit dem Hinweis zurück, dass dies Ländersache ist. Die Länder schieben sich den Schwarzen Peter hin und her zu, am Ende fürchten sie die Kosten, die damit verbunden sein könnten. Denn dann könnten sie sich auf einmal nicht mehr aus der Verantwortung all der Katzen ziehen, die im Tierheim landen. Tierheime dümpeln fast alle am Rande der Insolvenz, weil sie nciht genug Unterstützung von der Kommune erhalten. Eine Schande. Die Arbeiten übernehmen Ehrenamtliche. Hauptamtliche Tierpfleger, usw., kann sich kein Tierheim leisten.
Ich sage nichts gegen Katzen. Ich habe selbst Katzen und liebe sie sehr. Und ich bilde mir ein, einiges über Katzen zu wissen. Der Erfolg gibt mir jedenfalls Recht. Ich habe ein sehr soziales Katzenrudel und ich kann mit ihnen sogar spazieren gehen, ohne dass sie mir weglaufen würden. Die Nachbarschaft staunt jedes Mal.
Vorgestern wurde ich auf eine Anzeige bei Ebay-Kleinanzeigen aufmerksam gemacht. Da bot eine Frau ihre trächtige Katze zum Verkauf an, mit dem Hinweis, sie verträgt sich nicht mit dem Hund...
Viele Tierschützer waren da dran und Gott sei Dank konnte sie gesichert werden. Die Katze steht kurz vor der Geburt, die Zitzen sind schon prall. Es dauert wenn überhaupt nur noch Stunden bis 2 Tage.
Solche Dinge passieren in Deutschland zu Hunderten. Warum muss das sein?
Auch eine Katze kann schwer traumatisiert sein. Ich hoffe, dass diese Katze das Prozedere verkraftet. Es könnte nämlich auch passieren, dass die Katze so erregt ist, weil sie in einer völlig unbekannten Umgebung ist, dass sie ihre Kitten nach der Geburt tötet.
Käme es wirklich dem Untergang des Abendlandes gleich, wenn Menschen vor dem Erwerb eines Tieres einen Sachkundenachweis erbringen müssten?
Tierärzte könnten wöchentlich Kurzseminare abhalten, oder speziell geschulte Assistenten, die die zukünftigen Hunde- Katzen- Kleintierhalter unterweisen und es dafür eine Bescheinigung gibt, die zum Kauf eines Tieres vorgelegt werden muss.
Das wäre Schritt 1.
Schritt 2 wäre, jeder, der Tiere vermehrt muss einen richtigen Sachkundenachweis nach §11 TierSchG ablegen und bekommt erst dann eine Nummer oder ein vergleichbares Zertifikat, das gebraucht wird, um Onlineanzeigen schalten zu dürfen. Gleiches für Facebook.
Zugelassene Züchter, Tierheime und Tierschutzvereine dürften die einzigen sein, die Tiere auf Onlineplattformen anbieten dürften. Den Nachweis müssen sie bei der Anmeldung erbringen.
Privatleute, die ihren Hund, ihre Katze oder ein anderes Tier vermitteln wollen, müssten sich an einen Verein wenden, Tierheim oder an den Züchter, von dem sie das Tier erworben haben.
Schritt 3
Jedes Tier, außer die in einer gemeldeten Zucht muss kastriert werden. Auch auf Bauernhöfen, in Dörfern, etc. Es darf schlicht keine Ausnahmen mehr geben.
Bei der Vogelhaltung ist dies unmöglich, auch bei den Reptilien, aber da gibt es andere Möglichkeiten.
Mir geht es vornehmlich um die Katzen.
Die Konsequenz:
Die Begrenzung der Freiheit des Menschen hätte zur Folge, dass die Straßenkatzenpopulation schwindet. Die Tierheime langfristig leerer werden, die alljährlich wie Weihnachten auftretende Kittenschwemme ausbleibt, und Tierheime und Tierschutzvereine endlich das tun können, wofür sie eigentlich da sind. Helfen im Notfall.
Tierschutz ist auch Menschenschutz. Wenn Menschen erkranken oder zu Pflegefällen werden und ihre Tiere nicht mehr versorgen können, da können sie dann helfen. Heute werden solche Tiere abgewimmelt.
Wie oft muss ich Anzeigen lesen, dass die 17 Jahre alte Katze aus dem Haus muss, weil ihr Mensch nicht mehr aus dem Krankenhaus kommen wird.
Dieses ganze Elend in Deutschland ist Menschenwerk und völlig überflüssig. Manche Menschen müssen per Gesetz gezwungen werden anzuerkennen, dass sie eine Verantwortung haben, dass das Tier an ihrer Seite einen Wert hat, das genauso Schmerz, Angst, Hunger und Durst empfindet und auch eine bedrohliche Situation erkennt.
Jeder, der schon mal eine Maus aus den Fängen einer Katze befreit hat und in die Freiheit zurück gab weiß das; ich hatte das Vergnügen erst gestern. Wie viel Angst die Maus hatte! Als ich sie zurück in den Park brachte, hat sie schwer geatmet und gezittert vor lauter Angst. Das empfinden alle unsere Tiere in so bedrohlichen Situationen, die Angst auslösen.
Und ich finde, diese Angst rechtfertigt das Beschränken unserer Freiheit.
Mein Kater Moritz, 1 Jahr und 5 Monate jung
Es bricht immer ein Sturm der Entrüstung durch die Republik los, wenn es eine Partei wagt, vermeintliche Rechte einzuschränken. Es drohte der Untergang des Abendlandes, als es ein Rauchverbot gab. Erst in öffentlich zugänglichen Behörden, dann für Arbeitsplätze und schlussendlich ein Rauchverbot in Gaststätten. Überall wurden dann Hintertürchen geschaffen, wie z.B., Zutritt erst ab 18 Jahren, usw.
Mit dem Ergebnis dass es in Berlin fast gar keine rauchfreie Kneipe gibt. Jedenfalls war das bis zu meinem Umzug aus Berlin Ende 2016 noch so und ich denke, es hat sich bis heute nichts geändert.
Die Idee des Veggie-Days ließ auch so eine Entrüstung losbrechen. Verbotspartei, wurde geschimpft, von Vorschriften wurde gesprochen. Dabei war es nichts als eine Anregung. Und die Leute übersehen dabei völlig, dass für ihr Schnitzel ein Tier sterben muss, und wie es gehalten und getötet wird, übersehen auch die Qualen des Tieres bis zu seinem Tod.
Ich werde sicher nicht zum Moralapostel werden, oder den Menschen Vorschriften machen. Ich werde aber nicht aufhören aufzuklären.
Mir geht es aktuell auch um die Freiheit des einzelnen Bürgers. Freiheit ist gut und richtig und auch wichtig. In Deutschland besitze ich eine Menge Freiheit. Die Freiheit der Rede, Meinungsfreiheit und solange ich kein Hartz IV Bezieher bin, kann ich sogar hinziehen wohin es mich treibt.
Hartz IV Bezieher erleben eine Menge Unfreiheit. Sie sind mit allem was sie tun Rechenschaft schuldig. Und? Wo war die Aufregung? Aufgeregtheit gab es nur bei den Verbänden, die sich mit dem Sozialen und der Politik befassen. Gewerkschaften, der VdK, attac%, um einige zu nennen.
Damals gab es sogar einen richtigen Hass auf Hartz IV Bezieher. Sie wurden zum Mittelpunkt der Hetze in den Medien, allen voran BILD und RTL haben sich auf Hartz IV Bezieher eingeschossen.
Bis zur Flüchtlingswelle. Dann waren Hartz IV Bezieher auf einmal Opfer....
Wie beschämend verlogen diese Gesellschaft doch ist....
Aber darum geht es mir auch nicht.
In Deutschland darf jeder Hanswurst, jeder Sachkundige oder Sachunkundige Tiere halten und vermehren. Es gibt niemanden, der kontrolliert, wie die Deutschen mit ihren Tieren umgehen. Es gibt ja eine Vorschrift, dass Landwirte, Milchbetriebe, usw. kontrolliert werden müssen. Gestüte usw. auch. Der normale Tierhalter gerät bei Verstößen gegen das Tierschutzgesetz immer nur dann in den Fokus der Behörden, wenn es zu eklatanten Verstößen kommt und es vor allem jemanden gibt, der den Mut hat, Anzeige zu erstatten.
Und dann muss er noch das Glück haben, dass das Veterinäramt durchgreift. Manche muss man nämlich zum jagen tragen.....
Ganz besonders schwer hat es die Katze in Deutschland. Man sollte es nicht für möglich halten. Wo doch die Katze des Deutschen liebstes Haustier ist. Nach letzten Erhebungen sollen 14,5 Millionen Katzen in Deutschland leben. Die Zahl muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.
Und es gibt in ganz Deutschland keine Katzenschutzverordnung....
Der Bund zieht sich mit dem Hinweis zurück, dass dies Ländersache ist. Die Länder schieben sich den Schwarzen Peter hin und her zu, am Ende fürchten sie die Kosten, die damit verbunden sein könnten. Denn dann könnten sie sich auf einmal nicht mehr aus der Verantwortung all der Katzen ziehen, die im Tierheim landen. Tierheime dümpeln fast alle am Rande der Insolvenz, weil sie nciht genug Unterstützung von der Kommune erhalten. Eine Schande. Die Arbeiten übernehmen Ehrenamtliche. Hauptamtliche Tierpfleger, usw., kann sich kein Tierheim leisten.
Ich sage nichts gegen Katzen. Ich habe selbst Katzen und liebe sie sehr. Und ich bilde mir ein, einiges über Katzen zu wissen. Der Erfolg gibt mir jedenfalls Recht. Ich habe ein sehr soziales Katzenrudel und ich kann mit ihnen sogar spazieren gehen, ohne dass sie mir weglaufen würden. Die Nachbarschaft staunt jedes Mal.
Vorgestern wurde ich auf eine Anzeige bei Ebay-Kleinanzeigen aufmerksam gemacht. Da bot eine Frau ihre trächtige Katze zum Verkauf an, mit dem Hinweis, sie verträgt sich nicht mit dem Hund...
Viele Tierschützer waren da dran und Gott sei Dank konnte sie gesichert werden. Die Katze steht kurz vor der Geburt, die Zitzen sind schon prall. Es dauert wenn überhaupt nur noch Stunden bis 2 Tage.
Solche Dinge passieren in Deutschland zu Hunderten. Warum muss das sein?
Auch eine Katze kann schwer traumatisiert sein. Ich hoffe, dass diese Katze das Prozedere verkraftet. Es könnte nämlich auch passieren, dass die Katze so erregt ist, weil sie in einer völlig unbekannten Umgebung ist, dass sie ihre Kitten nach der Geburt tötet.
Käme es wirklich dem Untergang des Abendlandes gleich, wenn Menschen vor dem Erwerb eines Tieres einen Sachkundenachweis erbringen müssten?
Tierärzte könnten wöchentlich Kurzseminare abhalten, oder speziell geschulte Assistenten, die die zukünftigen Hunde- Katzen- Kleintierhalter unterweisen und es dafür eine Bescheinigung gibt, die zum Kauf eines Tieres vorgelegt werden muss.
Das wäre Schritt 1.
Schritt 2 wäre, jeder, der Tiere vermehrt muss einen richtigen Sachkundenachweis nach §11 TierSchG ablegen und bekommt erst dann eine Nummer oder ein vergleichbares Zertifikat, das gebraucht wird, um Onlineanzeigen schalten zu dürfen. Gleiches für Facebook.
Zugelassene Züchter, Tierheime und Tierschutzvereine dürften die einzigen sein, die Tiere auf Onlineplattformen anbieten dürften. Den Nachweis müssen sie bei der Anmeldung erbringen.
Privatleute, die ihren Hund, ihre Katze oder ein anderes Tier vermitteln wollen, müssten sich an einen Verein wenden, Tierheim oder an den Züchter, von dem sie das Tier erworben haben.
Schritt 3
Jedes Tier, außer die in einer gemeldeten Zucht muss kastriert werden. Auch auf Bauernhöfen, in Dörfern, etc. Es darf schlicht keine Ausnahmen mehr geben.
Bei der Vogelhaltung ist dies unmöglich, auch bei den Reptilien, aber da gibt es andere Möglichkeiten.
Mir geht es vornehmlich um die Katzen.
Die Konsequenz:
Die Begrenzung der Freiheit des Menschen hätte zur Folge, dass die Straßenkatzenpopulation schwindet. Die Tierheime langfristig leerer werden, die alljährlich wie Weihnachten auftretende Kittenschwemme ausbleibt, und Tierheime und Tierschutzvereine endlich das tun können, wofür sie eigentlich da sind. Helfen im Notfall.
Tierschutz ist auch Menschenschutz. Wenn Menschen erkranken oder zu Pflegefällen werden und ihre Tiere nicht mehr versorgen können, da können sie dann helfen. Heute werden solche Tiere abgewimmelt.
Wie oft muss ich Anzeigen lesen, dass die 17 Jahre alte Katze aus dem Haus muss, weil ihr Mensch nicht mehr aus dem Krankenhaus kommen wird.
Dieses ganze Elend in Deutschland ist Menschenwerk und völlig überflüssig. Manche Menschen müssen per Gesetz gezwungen werden anzuerkennen, dass sie eine Verantwortung haben, dass das Tier an ihrer Seite einen Wert hat, das genauso Schmerz, Angst, Hunger und Durst empfindet und auch eine bedrohliche Situation erkennt.
Jeder, der schon mal eine Maus aus den Fängen einer Katze befreit hat und in die Freiheit zurück gab weiß das; ich hatte das Vergnügen erst gestern. Wie viel Angst die Maus hatte! Als ich sie zurück in den Park brachte, hat sie schwer geatmet und gezittert vor lauter Angst. Das empfinden alle unsere Tiere in so bedrohlichen Situationen, die Angst auslösen.
Und ich finde, diese Angst rechtfertigt das Beschränken unserer Freiheit.
Mein Kater Moritz, 1 Jahr und 5 Monate jung
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