Mittwoch, 13. Mai 2020

Virologe Cgristian Drosten spricht Klartext


Ein büschen derb, aber korrekt


Ich weiß nicht, was soll es bedeuten....?

Nein, ich singe kein Lied auf die Loreley. Dieser erste Satz von Heinrich Heines Lied passt nur zu gut auf das, was mir im Kopf herum geht.

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie sind Verschwörungstheorien im Umlauf. Erst ganz leise und weit weg. Da hat die Indische Presse behauptet, Chinesische Forscher hätten das Virus aus Kanada gestohlen und es sei ihnen dann im Labor in Wuhan entfleucht...


Die Paranoia ist seit Wochen in Deutschland angekommen und treibt wirre Blüten. Doch langsam wird es wirklich gefährlich. Pseudo- oder vielmehr B-Prominte rufen zur Revolte auf, greifen Medienveretreter an und verletzen sie.
Sind die jetzt alle weich in der Birne?

Die Maßnahmen der Bundesregierung haben uns davor geschützt, dass die Pandemie so wütete wie in Spanien, Italien, den USA, wo es zeitweise mehr als 1000 Tote am Tag zu beklagen gab.
Anstatt dankbar und froh zu sein, dass wir die Kurve gekriegt haben, werden alle Hygieneregeln über Bord geworfen. Immer mehr Leute, auch welche die ich bisher geschätzt habe, fangen plötzlich an zu spinnen und sehen die Grundrechte in Gefahr.
Eine Oldenburger Ärztin sprach sogar davon, es gäbe nur ein Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit (weshalb sie gegen das impfen ist), aber es gäbe kein Grundrecht auf Gesundheit. Das ist nicht nur makaber und zynisch. Es ist in Bezug auf die Pandemie auch falsch.
Denn die Bundesregierung hat die Pflicht Maßnahmen zu ergreifen, um die Bevölkerung zu schützen.
Ich möchte die sehen, die jetzt fürchten, dass Frau Dr. Merkel eine geheime Weltregierung plant, was wohl gewesen wäre, hätte sie nicht auf die Pandemie reagiert. Die, die jetzt geifern und ihren Kopf fordern, hätten dann ihren Kopf gefordert, weil sie es nicht getan hat.

Leute, ich kotze. Ich kot.ze!

Sollte es durch die verfrühten Lockerungen zu einer zweiten Welle kommen, werden die Folgen dann schwerer beherrschbar sein. Die Sorgen, die wir uns um unsere Familien, Freunde, Partner, um unserer Jobs und Hobbys machen, werden das Virus nicht aufhalten. Es folgt seiner eigenen Dynamik und ist dabei sehr erfolgreich.

Katzenhalter kennen ein vergleichbares Virus. das feline Coronavirus ist das Schreckensgespenst aller Katzenhalter. Über 80% der Katzen sind damit "verseucht", doch in nur etwa 3% der Katzen mutiert dieses Virus und ruft die lebensgefährliche FIP hervor. Die Feline infektiöse Peritonitis.

Bei der großen Zahl verschiedenster Coronaviren ist dieses Virus neu und der Mensch kennt noch keine Immunantwort darauf. Auch die Verläufe sind unterschiedlich und folgen keinem Schema. Das macht die Behandlung noch schwerer, deshalb ist die Sterberate auch so hoch.
Die Corona-Pandemie ist nicht vergleichbar mit einer Grippe.


https://www.mdr.de/brisant/corona-verschwoerungstheorien-100.html

https://www.dw.com/de/wie-impf-%C3%A4ngste-in-der-corona-krise-zu-verschw%C3%B6rungstheorien-werden/a-53415328



Samstag, 28. März 2020

Was wir aus der Corona-Krise lernen sollten

Man darf, so meine ich, zur Zeit tatsächlich von einer globalen Krise sprechen. Dennoch können wir diese Krise nicht auflösen, sondern müssen für uns im eigenen Land etwas daraus lernen.

Das wichtigste ist aber, die systemrelevante Produktion von Waren der Daseinsvorsorge sollte und darf nicht mehr ins Ausland verbracht werden.
Wir erleben es gerade, dass Medikamente und Impfstoffe, ebenso wie Desinfektionsmittel und Schutzkleidung für Pfleger und Krankenschwestern in den Kliniken und Altenheimen, auch in der häuslichen Pflege, Mangelware sind, und auf Wochen nicht lieferbar sein werden.

Es zeigt sich also, dass alles dem Markt zu unterwerfen, einer These, der Herr Friedrich Merz von der CDU nahesteht, völlig falsch ist. Unsere Daseinsvorsorge darf nicht zur Spekulationsmasse für Aktionäre und Hedge-Fonds werden.

Wenn nicht schon die Klima-Krise Fragen zum Wirtschaftssystem aufruft, die Corona-Pandemie macht uns schmerzhaft klar, dass wir etwas ändern müssen.

Zweitens. Beim auftreten von massenhaften Infektionen durch einen neuen Virus oder einen neuen Erreger, muss sofort gehandelt werden. Sofort die Grenzen schließen, Einreiseverbote erlassen, bis zur Klärung der Gefährlichkeit und der Ansteckungswege, die ein Erreger braucht, um sich zu verbreiten.

Unsere Regierung hat zu spät gehandelt. Zu spät kam auch das Kontaktverbot, was meines Erachtens völlig ausreichend ist,um die Pandemie im Zaum zu halten. Eine Ausgangssperre ist dafür eigentlich nicht nötig, denn das Kontaktverbot ist schon einschränkend genug.
Allerdings sollte man Großhändlern, wie zum Beispiel von verderblicher Ware wie Blumen und Pflanzen, unbürokratisch gestatten, auf der Straße ihre Ware zu verkaufen. Immer mit Mindestabstand zwischen den Menschen. Oder Wochenmärkte zu nutzen, um den finanziellen Schaden möglichst gering zu halten.

Die Hobby-Gärtner und die Gartencenter, Großhändler, sogar die kleinen Blumengeschäfte, trifft es ziemlich hart. Dass Kontakte zwischen den Menschen nicht stattfinden können, wie beim Friseur, in der Schule, in Kitas, Kinos usw., das versteht sich von selbst.

Erschreckend finde ich die Dummheit, die bei vielen Menschen offenkundig wird. Verschwörungstheorien machen die Runde, wie damals beim Terroranschlag auf das World Trade Center in New York. Und erschreckend auch, wie wieviel Dummheit bei den Lenkern ganzer Staaten vorhanden ist. Wie Donald Trump, Premierminister Boris Johnson und viele andere. Und andere nutzen ihre Chance, ihre Macht auszubauen, wie Viktor Orban aus Ungarn.

https://www.deutschlandfunk.de/ungarn-orban-will-medien-bei-panikmache-bestrafen.2907.de.html?dram:article_id=473440

Damit ist Ungarn eindeutig auf dem Weg zu einer Diktatur. Die EU wird darauf eine Antwort finden müssen.

Die Millionenstadt, die der Präsident ihrem Schicksal überlässt

Donnerstag, 27. Februar 2020

Die Katze - Rasse oder nicht Rasse - oder "nur" eine Hauskatze?

Zugegeben, es regt mich schon lange auf. Immer wieder liest man das. Ohne Stammbaum keine Rasse. Stimmt das aber so?
Es wird in Diskussionen in Foren und Gruppen immer wieder auf eine Weise diskutiert, die mir die Nackenhaare sträuben lässt.
Oft hat man auch den Eindruck, dass das Defizit, die Menschen darüber aufzuklären, dass man Vermehrer von Katzen nicht unterstützen sollte, am Stammbaum festgemacht wird.
Dabei ist das ganze Thema viel komplexer.

Zunächst mal, die EHK, europäische Hauskatze gibt es nicht. Es gibt nur Hauskatzen. Und das trifft auf alle unsere Katzen zu. Sei es Perser, Norweger, Sibirer, Maine Coon oder Sphynx. Es sind alles Hauskatzen.

Unsere Hauskatzen stammen alle von der Falbkatze ab (Felis Silvestris lybica) der Afrikanischen Wildkatze. Sie hat einen erstaunlichen Siegeszug hinter sich. Es ist dokumentiert, dass die Katze sich bereits vor 9000 Jahren dem Menschen angeschlossen hat.
"Von der Falbkatze stammt die Hauskatze ab. Belegt ist eine Domestizierung ab 7500 v. Chr. auf Zypern. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass die Katze den Menschen schon seit Beginn der Zivilisation begleitet, da sie leicht zu zähmen und von allen Katzenarten am wenigsten aggressiv ist."
https://de.wikipedia.org/wiki/Falbkatze

Aus der Falbkatze entstanden auch unsere Katzen mit Rassemerkmal. Durch Selektion wurden bestimmte Merkmale herausgezüchtet, so dass es einen bestimmten Phänotyp und Genotyp gibt, der die Rasse ausmacht.
Die Weltverbände TICA, Fife, Cfa und Wcf legen die Rassenstandards der verschiedenen Katzenrassen fest und unterscheiden sich geringfügig.

Die Katzenzucht ist eine aufwändige, teure und viel Zeit erfordernde Angelegenheit, die den hohen Preis und Marktwert rechtfertigt. Seriöse Züchter ärgern sich daher auch zu Recht über Hinterhofvermehrer, die weder Geld noch Zeit investieren, aber für ihre Tiere einen hohen Preis verlangen, der leider von unkritischen Käufern auch bezahlt wird.
Es ist klar, dass dies Leute sind, die sich auf Kosten der Tiere ein Zubrot verdienen und die sich an der  Zuchtarbeit von Züchtern zu bereichern versuchen. Darüber sollte man sich im klaren sein, wenn man ein Tier ohne Papier erwirbt.

Die europäische Kurzhaarkatze, die von manchen Leuten heute als Rasse bezeichnet wird, ist ebenfalls ein falscher Begriff.

Es gibt die Zucht der "Europäer" und der "Keltisch Kurzhaar", was eigentlich nur bedeutet, dass dies normale Hauskatzen sind ohne Einkreuzung eines Rassetiers, also ohne Hybriden.

Jedoch, und das ist wieder so widersinnig, muss man bedenken, dass die Farben silver/smoke als natürliche Farben beschrieben werden, was aber nicht so ist. Die Maine Coon zum Beispiel, angeblich eine Naturrasse, wurde mit Perserkatzen "veredelt", um die Farben silver/smoke zu bekommen. Für das ticked tabby wurden Somali oder Abessinier eingekreuzt. Das ist natürlich Zuchtarbeit, aber den Titel Naturrassse verdient die Maine Coon sicher nicht mehr.
Nachzulesen ist das im Maine Coon Kompendium von Henning Müller-Rech, der anschaulich beschreibt, wie es dazu gekommen ist, dass das ticked tabby aus der Maine Coon nicht mehr wegzudenken ist.

Das Maine Coon Kompendium

Somit ist eigentlich klar, dass silver/smoke auch in der Europäer eigentlich nichts zu suchen hat, man diese Farben nur für Vielfalt, Optik und Verkauf zugelassen hat. Die natürlichen Farben der Hauskatze sind alle Farben mit und ohne weiß, schwarz, rot, gestromt und getigert, schildpatt, tortie und torbie. Die Farben blau und creme stehen für Verdünnung bedingt durch silver und smoke.
Man kann also sagen, dass die Europäer oder Keltisch Kurzhaar auch  "nur" ein Zuchtprodukt ist.

Weshalb wettere ich jetzt gegen die Stammbaumaffinität mancher Leute?

Das tue ich eigentlich nicht. Was ich eigentlich meine, ist dass der Stammbaum ein Hinweis darauf ist, dass wenigstens Mindeststandards in der Haltung der Katzen eingehalten werden müssen und eingehalten worden sind.

Es gibt auch unter den Züchtern, die sauber mit Katzen züchten, die einen Stammbaum und Gesundheitszeugnisse haben, die man meiden sollte wie der Teufel das Weihwasser.
Der Verkaufspreis ist sicher kein Hinweis. Sondern die Art und Weise, wie die Katzen im Haushalt des Züchters gehalten werden. Laufen die Katzen alle im Haus oder der Wohnung  mit, oder werden nur die Mütter mit den Kitten gezeigt, und im Haus gehalten?
Wie viele Katzen hält der Züchter eigentlich? Man muss bedenken, dass jedes Tier Zuwendungen braucht und nur dann wirklich sozialisiert ist, wenn es wirklich mit anderen Katzen und dem Menschen im Haushalt gemeinsam lebt.
Es gibt Züchter, die halten ihre Tiere wie Rinder in der Massentierhaltung. Dort haben die Katzen einen Wert wie ein Nutztier. Ob man das unterstützen sollte?

Ich sage Nein!

Verbraucher sollten sich der Tatsache bewusst sein, dass ihre Nachfrage das Angebot regelt. Der Stammbaum ist dabei die kleinste zu wertende Instanz, zumindest für den Liebhaber. Was stimmen muss, ist das große Ganze. Gesundheitsvorsorge, auch der Elternkatzen der Zuchtkatzen, das ist dann wirklich nur durch den Stammbaum nachweisbar!, geimpfte, gechippte Katzen. Der Züchter muss großes Interesse daran haben, wie die zu verkaufende Katze ihr zukünftiges Leben bestreiten soll, sollte daher auch nicht an jeden ein Tier verkaufen.
Ich persönlich lege auch Wert darauf, dass der Züchter nicht in alle Welt verkauft. Es gibt tatsächlich Catterynamen, die findet man in Südostasien wieder oder Südamerika. Das zeigt, es geht dem Züchter ums Geld verdienen. Ist meine Meinung, auch wenn sich jetzt der eine oder andere auf den Schlips getreten fühlt. Nicht jeder Züchter, der Katzen nach Übersee verkauft ist so einer, es gibt auch hier wieder Ausnahmen von der Regel. Nach Asien z.B., verkaufen die dann aber nicht.

Juristisch belangt werden kann aber niemand, der seine Katze beim Rassenamen betitelt ohne einen Stammbaum zu haben. Juristisch belangt werden kann nur ein Verkäufer, der reinrassige Katzen anbietet ohne einen Nachweis für sie zu haben.
Das ist alles. Weil auch der Versuch strafbar ist. §263 StGB. Schließlich kommt niemand zu schaden, wenn ich eine Katze als Perser bezeichne, nur weil sie aussieht wie eine und die Rassemerkmale erfüllt. Sogar wirkliche Kenner können eine Rassekatze nicht von einer Rassekatze unterscheiden, wenn sie die Merkmale eines Rassenstandards erfüllt und keinen Stammbaum hat. Und tatsächlich werden bei bestimmten Rassen Katzen gezüchtet, die mit dem eigentlichen Standard nichts mehr gemein haben, und trotzdem reinrassig sind.

Nur der Verkauf einer angeblich reinrassigen Katze ohne einen Stammbaum ist strafbar. Das ist Betrug!

Die Streitereien um den Stammbaum sind überflüssig. Was nicht überflüssig ist, ist immer wieder zu betonen, wie wichtig es ist, das Umfeld des Züchters genau unter die Lupe zu nehmen. Sich alles zeigen zu lassen, was für Gesundheitsvorsorge betrieben wird, wie hochwertig gefüttert wird, ob die Katzen auch mal Fleisch und ganze Beutetiere zu fressen bekommen.
Viele sogenannte Tierschützer machen das alles am Stammbaum fest. Und das ist falsch.

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Hauskatze

https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4isch_Kurzhaar

https://de.wikipedia.org/wiki/Rassekatze

http://www.von-theresienfeld.de/standard.shtml

https://www.youtube.com/watch?v=DuYvjqLywMw



Sonntag, 12. Januar 2020

Videoaufnahmen vom Abschlachten der Delfine in #Taiji Japan am 12.1.2020


In den vergangenen Tagen waren die Jäger erfolgreich. Sie haben Rundkopdelfine getötet, einen größeren Pod Große Tümmler gefunden und in die Bucht getrieben. 14 Tümmler wurden ihrer Familie entrissen, die verbliebenen Delfine zurück ins Meer getrieben. Die Jäger von #Taiji töten seit einigen Jahren keine Tümmler mehr, seit die Fangzahlen kontinuierlich zurück gehen. Am 12.1.2020 haben die Jäger eine Gruppe von etwa 45 Streifendelfine erfolgreich gejagt und mit unfassbarer Grausamkeit und Brutalität getötet.

Tiertransporte in EU Drittstaaten

 Man kann sie nicht mehr zählen. Die Berichte über skandalöse Tiertransporte in EU Tierschutzhochrisikostaaten. Dazu zählen fast ausnahmslos...