Samstag, 28. März 2020

Was wir aus der Corona-Krise lernen sollten

Man darf, so meine ich, zur Zeit tatsächlich von einer globalen Krise sprechen. Dennoch können wir diese Krise nicht auflösen, sondern müssen für uns im eigenen Land etwas daraus lernen.

Das wichtigste ist aber, die systemrelevante Produktion von Waren der Daseinsvorsorge sollte und darf nicht mehr ins Ausland verbracht werden.
Wir erleben es gerade, dass Medikamente und Impfstoffe, ebenso wie Desinfektionsmittel und Schutzkleidung für Pfleger und Krankenschwestern in den Kliniken und Altenheimen, auch in der häuslichen Pflege, Mangelware sind, und auf Wochen nicht lieferbar sein werden.

Es zeigt sich also, dass alles dem Markt zu unterwerfen, einer These, der Herr Friedrich Merz von der CDU nahesteht, völlig falsch ist. Unsere Daseinsvorsorge darf nicht zur Spekulationsmasse für Aktionäre und Hedge-Fonds werden.

Wenn nicht schon die Klima-Krise Fragen zum Wirtschaftssystem aufruft, die Corona-Pandemie macht uns schmerzhaft klar, dass wir etwas ändern müssen.

Zweitens. Beim auftreten von massenhaften Infektionen durch einen neuen Virus oder einen neuen Erreger, muss sofort gehandelt werden. Sofort die Grenzen schließen, Einreiseverbote erlassen, bis zur Klärung der Gefährlichkeit und der Ansteckungswege, die ein Erreger braucht, um sich zu verbreiten.

Unsere Regierung hat zu spät gehandelt. Zu spät kam auch das Kontaktverbot, was meines Erachtens völlig ausreichend ist,um die Pandemie im Zaum zu halten. Eine Ausgangssperre ist dafür eigentlich nicht nötig, denn das Kontaktverbot ist schon einschränkend genug.
Allerdings sollte man Großhändlern, wie zum Beispiel von verderblicher Ware wie Blumen und Pflanzen, unbürokratisch gestatten, auf der Straße ihre Ware zu verkaufen. Immer mit Mindestabstand zwischen den Menschen. Oder Wochenmärkte zu nutzen, um den finanziellen Schaden möglichst gering zu halten.

Die Hobby-Gärtner und die Gartencenter, Großhändler, sogar die kleinen Blumengeschäfte, trifft es ziemlich hart. Dass Kontakte zwischen den Menschen nicht stattfinden können, wie beim Friseur, in der Schule, in Kitas, Kinos usw., das versteht sich von selbst.

Erschreckend finde ich die Dummheit, die bei vielen Menschen offenkundig wird. Verschwörungstheorien machen die Runde, wie damals beim Terroranschlag auf das World Trade Center in New York. Und erschreckend auch, wie wieviel Dummheit bei den Lenkern ganzer Staaten vorhanden ist. Wie Donald Trump, Premierminister Boris Johnson und viele andere. Und andere nutzen ihre Chance, ihre Macht auszubauen, wie Viktor Orban aus Ungarn.

https://www.deutschlandfunk.de/ungarn-orban-will-medien-bei-panikmache-bestrafen.2907.de.html?dram:article_id=473440

Damit ist Ungarn eindeutig auf dem Weg zu einer Diktatur. Die EU wird darauf eine Antwort finden müssen.

Die Millionenstadt, die der Präsident ihrem Schicksal überlässt

Donnerstag, 27. Februar 2020

Die Katze - Rasse oder nicht Rasse - oder "nur" eine Hauskatze?

Zugegeben, es regt mich schon lange auf. Immer wieder liest man das. Ohne Stammbaum keine Rasse. Stimmt das aber so?
Es wird in Diskussionen in Foren und Gruppen immer wieder auf eine Weise diskutiert, die mir die Nackenhaare sträuben lässt.
Oft hat man auch den Eindruck, dass das Defizit, die Menschen darüber aufzuklären, dass man Vermehrer von Katzen nicht unterstützen sollte, am Stammbaum festgemacht wird.
Dabei ist das ganze Thema viel komplexer.

Zunächst mal, die EHK, europäische Hauskatze gibt es nicht. Es gibt nur Hauskatzen. Und das trifft auf alle unsere Katzen zu. Sei es Perser, Norweger, Sibirer, Maine Coon oder Sphynx. Es sind alles Hauskatzen.

Unsere Hauskatzen stammen alle von der Falbkatze ab (Felis Silvestris lybica) der Afrikanischen Wildkatze. Sie hat einen erstaunlichen Siegeszug hinter sich. Es ist dokumentiert, dass die Katze sich bereits vor 9000 Jahren dem Menschen angeschlossen hat.
"Von der Falbkatze stammt die Hauskatze ab. Belegt ist eine Domestizierung ab 7500 v. Chr. auf Zypern. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass die Katze den Menschen schon seit Beginn der Zivilisation begleitet, da sie leicht zu zähmen und von allen Katzenarten am wenigsten aggressiv ist."
https://de.wikipedia.org/wiki/Falbkatze

Aus der Falbkatze entstanden auch unsere Katzen mit Rassemerkmal. Durch Selektion wurden bestimmte Merkmale herausgezüchtet, so dass es einen bestimmten Phänotyp und Genotyp gibt, der die Rasse ausmacht.
Die Weltverbände TICA, Fife, Cfa und Wcf legen die Rassenstandards der verschiedenen Katzenrassen fest und unterscheiden sich geringfügig.

Die Katzenzucht ist eine aufwändige, teure und viel Zeit erfordernde Angelegenheit, die den hohen Preis und Marktwert rechtfertigt. Seriöse Züchter ärgern sich daher auch zu Recht über Hinterhofvermehrer, die weder Geld noch Zeit investieren, aber für ihre Tiere einen hohen Preis verlangen, der leider von unkritischen Käufern auch bezahlt wird.
Es ist klar, dass dies Leute sind, die sich auf Kosten der Tiere ein Zubrot verdienen und die sich an der  Zuchtarbeit von Züchtern zu bereichern versuchen. Darüber sollte man sich im klaren sein, wenn man ein Tier ohne Papier erwirbt.

Die europäische Kurzhaarkatze, die von manchen Leuten heute als Rasse bezeichnet wird, ist ebenfalls ein falscher Begriff.

Es gibt die Zucht der "Europäer" und der "Keltisch Kurzhaar", was eigentlich nur bedeutet, dass dies normale Hauskatzen sind ohne Einkreuzung eines Rassetiers, also ohne Hybriden.

Jedoch, und das ist wieder so widersinnig, muss man bedenken, dass die Farben silver/smoke als natürliche Farben beschrieben werden, was aber nicht so ist. Die Maine Coon zum Beispiel, angeblich eine Naturrasse, wurde mit Perserkatzen "veredelt", um die Farben silver/smoke zu bekommen. Für das ticked tabby wurden Somali oder Abessinier eingekreuzt. Das ist natürlich Zuchtarbeit, aber den Titel Naturrassse verdient die Maine Coon sicher nicht mehr.
Nachzulesen ist das im Maine Coon Kompendium von Henning Müller-Rech, der anschaulich beschreibt, wie es dazu gekommen ist, dass das ticked tabby aus der Maine Coon nicht mehr wegzudenken ist.

Das Maine Coon Kompendium

Somit ist eigentlich klar, dass silver/smoke auch in der Europäer eigentlich nichts zu suchen hat, man diese Farben nur für Vielfalt, Optik und Verkauf zugelassen hat. Die natürlichen Farben der Hauskatze sind alle Farben mit und ohne weiß, schwarz, rot, gestromt und getigert, schildpatt, tortie und torbie. Die Farben blau und creme stehen für Verdünnung bedingt durch silver und smoke.
Man kann also sagen, dass die Europäer oder Keltisch Kurzhaar auch  "nur" ein Zuchtprodukt ist.

Weshalb wettere ich jetzt gegen die Stammbaumaffinität mancher Leute?

Das tue ich eigentlich nicht. Was ich eigentlich meine, ist dass der Stammbaum ein Hinweis darauf ist, dass wenigstens Mindeststandards in der Haltung der Katzen eingehalten werden müssen und eingehalten worden sind.

Es gibt auch unter den Züchtern, die sauber mit Katzen züchten, die einen Stammbaum und Gesundheitszeugnisse haben, die man meiden sollte wie der Teufel das Weihwasser.
Der Verkaufspreis ist sicher kein Hinweis. Sondern die Art und Weise, wie die Katzen im Haushalt des Züchters gehalten werden. Laufen die Katzen alle im Haus oder der Wohnung  mit, oder werden nur die Mütter mit den Kitten gezeigt, und im Haus gehalten?
Wie viele Katzen hält der Züchter eigentlich? Man muss bedenken, dass jedes Tier Zuwendungen braucht und nur dann wirklich sozialisiert ist, wenn es wirklich mit anderen Katzen und dem Menschen im Haushalt gemeinsam lebt.
Es gibt Züchter, die halten ihre Tiere wie Rinder in der Massentierhaltung. Dort haben die Katzen einen Wert wie ein Nutztier. Ob man das unterstützen sollte?

Ich sage Nein!

Verbraucher sollten sich der Tatsache bewusst sein, dass ihre Nachfrage das Angebot regelt. Der Stammbaum ist dabei die kleinste zu wertende Instanz, zumindest für den Liebhaber. Was stimmen muss, ist das große Ganze. Gesundheitsvorsorge, auch der Elternkatzen der Zuchtkatzen, das ist dann wirklich nur durch den Stammbaum nachweisbar!, geimpfte, gechippte Katzen. Der Züchter muss großes Interesse daran haben, wie die zu verkaufende Katze ihr zukünftiges Leben bestreiten soll, sollte daher auch nicht an jeden ein Tier verkaufen.
Ich persönlich lege auch Wert darauf, dass der Züchter nicht in alle Welt verkauft. Es gibt tatsächlich Catterynamen, die findet man in Südostasien wieder oder Südamerika. Das zeigt, es geht dem Züchter ums Geld verdienen. Ist meine Meinung, auch wenn sich jetzt der eine oder andere auf den Schlips getreten fühlt. Nicht jeder Züchter, der Katzen nach Übersee verkauft ist so einer, es gibt auch hier wieder Ausnahmen von der Regel. Nach Asien z.B., verkaufen die dann aber nicht.

Juristisch belangt werden kann aber niemand, der seine Katze beim Rassenamen betitelt ohne einen Stammbaum zu haben. Juristisch belangt werden kann nur ein Verkäufer, der reinrassige Katzen anbietet ohne einen Nachweis für sie zu haben.
Das ist alles. Weil auch der Versuch strafbar ist. §263 StGB. Schließlich kommt niemand zu schaden, wenn ich eine Katze als Perser bezeichne, nur weil sie aussieht wie eine und die Rassemerkmale erfüllt. Sogar wirkliche Kenner können eine Rassekatze nicht von einer Rassekatze unterscheiden, wenn sie die Merkmale eines Rassenstandards erfüllt und keinen Stammbaum hat. Und tatsächlich werden bei bestimmten Rassen Katzen gezüchtet, die mit dem eigentlichen Standard nichts mehr gemein haben, und trotzdem reinrassig sind.

Nur der Verkauf einer angeblich reinrassigen Katze ohne einen Stammbaum ist strafbar. Das ist Betrug!

Die Streitereien um den Stammbaum sind überflüssig. Was nicht überflüssig ist, ist immer wieder zu betonen, wie wichtig es ist, das Umfeld des Züchters genau unter die Lupe zu nehmen. Sich alles zeigen zu lassen, was für Gesundheitsvorsorge betrieben wird, wie hochwertig gefüttert wird, ob die Katzen auch mal Fleisch und ganze Beutetiere zu fressen bekommen.
Viele sogenannte Tierschützer machen das alles am Stammbaum fest. Und das ist falsch.

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Hauskatze

https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4isch_Kurzhaar

https://de.wikipedia.org/wiki/Rassekatze

http://www.von-theresienfeld.de/standard.shtml

https://www.youtube.com/watch?v=DuYvjqLywMw



Sonntag, 12. Januar 2020

Videoaufnahmen vom Abschlachten der Delfine in #Taiji Japan am 12.1.2020


In den vergangenen Tagen waren die Jäger erfolgreich. Sie haben Rundkopdelfine getötet, einen größeren Pod Große Tümmler gefunden und in die Bucht getrieben. 14 Tümmler wurden ihrer Familie entrissen, die verbliebenen Delfine zurück ins Meer getrieben. Die Jäger von #Taiji töten seit einigen Jahren keine Tümmler mehr, seit die Fangzahlen kontinuierlich zurück gehen. Am 12.1.2020 haben die Jäger eine Gruppe von etwa 45 Streifendelfine erfolgreich gejagt und mit unfassbarer Grausamkeit und Brutalität getötet.

Montag, 25. November 2019

Die Mär von der Verrohung der Sprache....


....die Sprache kann nur wiedergeben was uns als Gesellschaft ausmacht


Seit einiger Zeit wird von offizieller Seite zunehmend oft von der Verrohung der Sprache gesprochen. Immer geht es um Hass und Hetze im Netz, die sich immer öfter auch im wirklichen, realen Leben entlädt. Attentate auf Gebetshäuser, auf Politiker oder deren Büros,  Restaurants anders Gläubiger. Und da geht es nicht mehr um räuberische Erpressung, wie man das aus alten Filmen über die „Ehrenwerte Gesellschaft“ kennt, sondern zumeist um Hassverbrechen.


Ich halte das für Heuchelei.

Die Verrohung der Sprache ist ein Indiz für eine schon lange verrohte Gesellschaft, in der wir leben. Solange es wirtschaftlichen Profit und Erfolg verspricht, ist offenbar alles erlaubt. Und selbst, wenn das Strafgesetzbuch keinen Straftatbestand erkennt, so sagt uns doch unser christlich geschultes Moralverständnis, dass sich nicht alles damit rechtfertigen lässt.

Vieles, was unser tägliches Handeln bestimmt, kommt aus unserem Unterbewusstsein. Unser Unterbewusstsein nimmt viel mehr auf, als uns bewusst ist. Wir verarbeiten nicht immer bewusst, was wir an Informationen aufnehmen und abspeichern.
Ich bin aber überzeugt davon, als Laie, dass die Informationen uns beeinflussen, die uns täglich erreichen.

Worauf will ich hinaus?

Ich verfolge den Gedanken, dass die Verrohung der Sprache, Ausbrüche von Hass und Hetze gegen Menschen mit bestimmten Merkmalen, Tierquälereien nichts anderes sind, als die Summe der Informationen, die der Mensch täglich aufnimmt.

Kaum jemand verurteilt Konzerne nicht, die verantwortlich sind für die Ausbeutung der Arbeitskräfte, ja sogar von Kindern, und der Umwelt in der Dritten Welt. Auch die meisten deutschen Unternehmen lassen in Asien, Südostasien produzieren.
Von Adidas habe ich vor gut einem Monat gelesen, dass die deutsche Niederlassung geschlossen werden soll. Man verlagert die Produktion ins Ausland.

Es wird darüber gesprochen, man schüttelt den Kopf und schimpft womöglich noch darüber. Keine 5 Minuten denkt man daran, dass man unbedingt an die Serie xyz denken muss, die um 21.00 Uhr anfängt….

Bilder und Videos aus Schlachthöfen, Tiertransporten und aus der Massentierhaltung lassen uns den Atem stocken. Trotzdem kauft die Mehrheit der eben noch betroffenen Menschen Fleisch im Discounter ohne daran zu denken, dass das Lebewesen, das zu diesem Stück Fleisch gehörte, ebenso gequält worden ist.



Gestern und heute wurde bekannt, dass es in China massive Menschenrechtsverletzungen gibt, die über das hinaus gehen, was eh schon bekannt war.

™ Hinter dem sperrigen Namen "Integrationsplattform für gemeinsame Einsätze" verbirgt sich eines der vielleicht ausgeklügeltsten technischen Unterdrückungswerkzeuge der Welt: Eine Datenbank der chinesischen Zentralregierung, mit der in der Autonomieregion Xinjiang lebende Muslime - die meisten von ihnen gehören zur Minderheit der Uiguren - überwacht werden.

Die "Integrationsplattform" ist gefräßig: Die Nichtregierungsorganisation Human Rights Watch berichtete kürzlich, was Regierungsbeamte alles einspeisen: Zwischenmenschliche Beziehungen, Bewegungsprofile von Smartphones und Autokennzeichen, Informationen über den Stromverbrauch, wann und wo jemand getankt hat - sogar, ob die Person der Eigentümer des Fahrzeugs war oder nicht. Mit Dutzenden Datenpunkten wird jeder Mensch eingestuft.™



Wie jetzt bekannt wurde, sollen Siemens und VW davon partizipieren.

™China-Experte Adrian Zenz sagte im Interview mit NDR, WDR und SZ, dass aus seiner Sicht zumindest ein Teil der Insassen der Internierungslager nach der Entlassung gegen ihren Willen als Arbeitskräfte eingesetzt werden. Auch die China Cables legen diesen Verdacht nahe. "Fabrikgebäude befinden sich teilweise im gleichen Areal wie die Umerziehungslager", sagt Zenz. Die Regierung baue die Internierungslager "vorausschauend auf industriellen Parks und Arealen", damit die Zwangsarbeiter keine weiten Wege haben, so der Wissenschaftler.™



Man kann eigentlich nur mit Fassungslosigkeit darauf reagieren. Innerhalb der EU wäre solches Gebaren undenkbar. Und weil es den großen chinesischen Markt betrifft, nehmen wir es hin?!

China ist weit weg und dank der chinesischen Politik dringt auch nur wenig nach draußen, so dass es uns im alltäglichen Einerlei nicht weiter berührt.



Tatsächlich nicht?

Mir kann einfach niemand erzählen, dass es ohne Auswirkungen auf den menschlichen Geist und ohne Auswirkung auf die menschliche Psyche bleibt, wenn durch die Flut der Nachrichten stets und ständig mit schlechten Nachrichten konfrontiert wird.
Es gibt Menschen, die fallen in Depressionen, Mutlosigkeit, Ängste und Resignation. Andere macht es aggressiv und es entlädt sich. Man sucht sich ein Ventil, einen Schuldigen, den man mittels der sozialen Medien fast ohne Gefahr beschimpfen kann, oder andere Verbalinjurien an den Kopf knallt. Sogar ein Gericht urteilte kürzlich, dass eine Politikerin es aushalten müsse, aufs übelste Beschimpft zu werden.
Unfassbar.

Tierschützer haben schon mehrfach versucht, die psychische Belastung durch Tierquälerei ins Gespräch zu bringen, um Tierquälerei durch Gesetze zu unterbinden. Ich erinnere mich an Stefan Bernhard Eck, der es als MEP ins Gespräch brachte, weil in Rumänien täglich viele Kinder mitansehen müssen, was Hundefänger mit Hunden anstellen.

Und die Industrie hinter der Massentierhaltung?
Seht euch um auf den Seiten von Animal Angels, ARIWA, Animal Equality, Deutsches Tierschutzbüro, Peta. Alles furchtbare, was dort zu sehen ist, soll durch den monetären Gewinne zu rechtfertigen sein.


Wenn das so ist, was darf man dann von unserer Moral halten? Was ist der christliche Wertekanon wert, wenn dem finanziellen Profit alles unterworfen ist?

Und auch in Deutschland wächst die Zahl der Obdachlosen, Menschen, die die ständig steigenden Mieten nicht mehr bezahlen können, die einen Lohn erhalten, bei dessen Erschöpfung noch jede Menge Monat übrig ist. Und das alles soll „normal“ sein.
Der Neoliberalismus hält es für normal, dass es Unterschiede unter den Menschen gibt, gemeint ist, die, die zur Elite gehören und die, die es nicht tun. Und nein, ich denke nicht, dass alles verstaatlicht werden muss. Aber ich finde, dass nicht alles dem Markt unterworfen sein kann, vor allem nicht, was die Daseinsvorsorge angeht.


Wenn wir also etwas gegen die Verrohung der Gesellschaft tun wollen, dann müssen wir uns auf die Moral besinnen. Ich meine nicht, die-kein-Sex-vor-der-Ehe-Moral. Sondern eine Ethik im Handeln.

Da wäre viel zu tun!

Sonntag, 24. November 2019

Kälber sind hierzulande billiger als eine Maß Bier auf dem Oktoberfest. Schreddern wir bald Kälber?

200 000 Kälber werden in Deutschland illegal "entsorgt" schreibt die Welt heute in im Wirtschaftsteil der Welt am Sonntag

https://www.welt.de/wirtschaft/article203765326/200-000-maennliche-Kaelber-werden-jaehrlich-illegal-getoetet.html 

 Ähnlich wie bei den männlichen Küken sind Bullenkälber ein Abfallprodukt der Milchwirtschaft.
Kühe müssen ein Kalb im Jahr bekommen, damit sie gemolken werden können. Und da diese Kühe auf Hochleistung bei der Milchproduktion gezüchtet wurden, setzen diese Kälber kaum Fleisch an. Sie sind für die Mast nicht zu gebrauchen.

Ein Wahnsinn ist dieses System auf Masse und Profitmaximierung. Dieses System muss aufgebrochen werden. Fast müsste man für den Klimawandel dankbar sein. Denn aus diesem Zwang heraus wird sich eher etwas ändern, als wegen des Tierschutzes.

Wir Menschen sollten uns schämen.


PMSG - Hinter diesem Kürzel verbirgt sich schwere Tierquälerei


Montag, 18. November 2019

Wie geht Katzenrettung richtig?


Immer wieder kommt es vor, dass Menschen Katzen aufnehmen, um sie aus schlechter Haltung zu befreien. Oder um zu helfen. Ich bin auch schon gefragt worden, ob ich nicht ein Kitten abholen könnte, weil es dringend tierärztliche Hilfe braucht und von den Haltern der Mutterkatze nicht versorgt wird.
Da heißt es dann: entweder es schafft es, oder es schafft es nicht und nennen das natürliche Auslese. Vor allem im ländlichen Bereich kommt es relativ oft zu solchen Aussagen.

Ich habe immer nur unter einer Bedingung zugesagt: Die Mutterkatze muss mit!
Erstens, war in diesem Fall das Kitten noch auf die Mutter angewiesen, und zweitens ist die Gefahr groß, dass es in 4-5 Monaten erneut einen Wurf gibt, dem geholfen werden muss.


Das ist Tierschutz.

Es gibt noch die ganz üblen Leute. Die inserieren dann ihre Katzen unter dem Vorwand, krank zu sein und längere Zeit ins Krankenhaus zu müssen, oder ähnliches. Kommt man in die Wohnung, ist die dann auch aufgeräumt und sauber. Gern nimmt man dann noch ein oder zwei weitere Katzen mit, denn die arme Person hat ein schlimmes Schicksal und ihr und den Katzen muss geholfen werden.

Durch Zufall, meist ist es Kollege Zufall der hilft, kommt dann heraus, dass es eine Masche war und schon eine Weile so gearbeitet wird.

Da ist man einem üblen Vermehrer aufgesessen, der immer wieder auf gutgläubige Menschen und Menschen mit Herz trifft.

Wenn man Glück hat, sind die Katzen gesund und haben weder Krankheiten noch Parasiten.

Wie kann man denn solche Leute durchschauen?


Nun ist aber nicht jeder, der einen Wurf hat, ein übler Vermehrer. Da kann man dann helfen, wenn das Muttertier definitiv kastriert wurde, bzw. wird. Auch sind mit der Schutzgebühr maximal die Kosten für den Tierarzt enthalten, also Impfung, chippen und im günstigsten Fall die Kastration des übernommenen Tieres. Die Bescheinigungen bekommt man dann auch mit.

Sollte es passieren und man muss ein einzelnes Kitten aufnehmen, das vielleicht gerade mal 8-9 Wochen alt ist oder sogar jünger, und man hat für dieses Tier keinen adäquaten Partner oder kann auch kein weiteres Kitten aufnehmen, dann sollte jeder, und gerade Tierschützer,  darüber nachdenken, das Kitten in die Pflegestelle eines Katzenvereins zu geben, damit das Kitten die Chance hat, artgerecht aufzuwachsen.
Es wäre nicht fair dem Kitten gegenüber ihm die Chance auf Sozialisierung und einem artgerechten leben mit anderen Katzenkumpels in seinem Alter zu nehmen.
Für mich persönlich hat das auch nichts mit Katzenrettung zu tun, sondern eher mit menschlichem Egoismus.
Bitte habt das Wohl des Tieres im Auge!



Das Geschäft mit dem Mitleid floriert leider und ich weiß, wie schwer es ist, zu einem Murkelchen nein zu sagen, das ein Bild des Jammers ist. Tierschutz, und Hilfe im eigentlichen Sinn ist, wenn es keine weiteren Würfe mehr gibt. Sprich die Elterntiere kastriert werden. Alles andere macht Platz für das nächste Elend. Leider. Denn diese Vermehrer sind skrupellos!


Was ist zu beachten, wenn es mit einem durchgegangen ist, und man so ein oder sogar mehrere Tiere, aufgenommen hat?
Wenn schon Katzen im Haushalt leben, müssen die Neuzugänge strikt getrennt gehalten werden. Und zwar so lange, bis die Befunde vom Tierarzt besagen, dass die Katzen gesund sind. Untersucht werden muss das Blut auf Katzenaids (FIV) und auf Katzenleukose (FeLV). Das sind ansteckende Krankheiten, die nicht heilbar sind. Außerdem muss ein Kotprofil gemacht werden. Nicht nur Würmer, auch Endoparasiten wie Giardien, Kokzidien und Trichomonas foetus müssen ausgeschlossen werden. Giardien und Trichos können sehr hartnäckig sein und eine längere Behandlung nötig machen.
Wenn die Katzen positiv auf FIV und/oder FeLV sind, und es schon andere Katzen im Haushalt gibt, muss überlegt werden, ob man die Katzen behalten will. Man sollte vielleicht Hilfe bei einem renommierten Katzenverein suchen und sich beraten lassen. Während FeLV auch über den Speichel übertragen werden kann, wird FIV nur durch Bisse übertragen und ist für den Menschen keine Gefahr. Gegen FeLV kann aber auch geimpft werden, d.h., man könnte die schon vorhandenen Katzen impfen lassen. Das erfordert dann aber auch, die Quarantäne bis zum vollständigen Impfschutz zu verlängern.

Ihr seht also, Rettung bedeutet den Kopf einzuschalten. Die Konsequenzen können für den Retter und seinen Haushalt echt belastend sein.


Und ganz wichtig! Sollte man einem solchen üblen Gesellen, der tatsächlich kranke Katzen verkauft (immer die Diagnose aushändigen lassen!) aufgesessen sein, ist das meist nicht zu ändern. Aber man sollte auf jeden Fall das Veterinäramt kontaktieren, den Fall schildern und die befunde des Tierarztes vorlegen.
Wenn ansteckende Krankheiten beim Vermehrer vorhanden sind, schreitet das Vetamt in der Regel ein. Es ist dringend notwendig so jemanden aufzuhalten.

Tiertransporte in EU Drittstaaten

 Man kann sie nicht mehr zählen. Die Berichte über skandalöse Tiertransporte in EU Tierschutzhochrisikostaaten. Dazu zählen fast ausnahmslos...